Leicester - Die Masse aller von Menschen gemachten Dinge auf der Welt wiegt rund 30 Billionen Tonnen. Das geht aus der Schätzung einer internationaler Gruppe von Geologen an der Universität Leicester hervor.

Das entspricht einer Belastung von 50 Kilogramm pro Quadratmeter Erdoberfläche durch die sogenannte "Technosphäre", heißt es in einem Papier, der in der Zeitschrift "The Anthropocene Review" veröffentlicht wurde.

Zur "Technosphäre" zählen die Wissenschaftler alles was von Menschenhand gemacht ist, beispielsweise Gebäude und Straßen, aber auch Dinge des täglichen Lebens wie Smartphones und Computer und nicht zuletzt Müll. Die Anzahl verschiedener Gegenstände übersteige inzwischen die Zahl der Arten von Lebewesen und Pflanzen auf der Erde, heißt es in dem Papier.

"Die Technosphäre ist ein wesentliches neues Phänomen dieses Planeten - und eines, das sich außerordentlich schnell entwickelt", sagt Mark Williams von der Universität Leicester. Aufgehalten werden könne ihr Wachstum aber möglicherweise von der vergleichsweise schwach ausgeprägten Fähigkeit des Recycelns.