Kandern Gebäude wäre zu nah am Bach

Weiler Zeitung, 21.04.2017 17:25 Uhr

Für eine kurze Diskussion sorgte ein Bauvorhaben an der Feuerbacher Straße in Kandern in der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses.

Kandern (sas). Bei einem Vororttermin stellte der Fachbereich Umwelt des Landratsamts Lörrach fest, dass Teile des zu errichtenden Gebäudes sowie zwei Stellplätze im Gewässerrandstreifen des Lippisbachs liegen, heißt es in der Vorlage. Dieser Streifen ist nach dem Wassergesetz im Innenbereich fünf Meter breit. Auf dem Nachbarflurstück seien ebenfalls Stellplätze mit Verbundsteinen installiert. Der Fachbereich Umwelt schlug vor, die beiden Stellplätze mit Rasengittersteinen zu versehen, um die Versickerung des Regenwassers zu gewährleisten.

Auf einer Länge von vier Metern würde das Gebäude auf etwa drei Meter an den Lippisbach heranrücken. Laut Bauherr seien unter anderem keine nachteiligen Auswirkungen auf den Gewässerzustand zu erwarten und der Unterhalt des Bachbetts sei auch auf diese kurze Distanz gewährleistet. Außerdem befänden sich in unmittelbarer Nähe Gebäude direkt am Bachrand.

Laut Fachbereich sei eine Kompromisslösung nötig: Entweder das Erdgeschoss werde um das Maß von fünf Metern Gewässerrandstreifen reduziert und ab dem ersten Obergeschoss auf Stützen überbaut oder ein Streifen von vier Metern eingehalten.

„Reichen die vier Meter aus?“, erkundigte sich Bernd Brohammer (Grüne). Er merkte an, dass sich nur zwei Gebäude am Bach befänden und er sonst überall frei zugänglich sei. „Eigentlich sind fünf Meter vorgegeben, der nächste Bauherr will es dann eventuell auch so machen“, warnte Johann Albrecht (Freie Wähler). Auch Martin Greiner (Freie Wähler) meinte: „Wir haben schon Anträge abgelehnt, die zu nah am Ufer blieben, da sollten wir eine klare Linie beibehalten.“ So wurde der Antrag dann auch mit fünf zu einer Stimme abgelehnt.

Außerdem Thema in der Sitzung waren diverse Auftragsvergaben für die Neu- und Umbaumaßnahmen für die Mensa an der August-Macke-Schule. Die Kücheneinrichtung (rund 101 000 Euro) soll die Firma Walter Holzer aus Titisee-Neustadt übernehmen. Für die Heizungsarbeiten in Höhe von rund 13 500 Euro wurde die Kanderner Firma Arnold ausgewählt. Die Firma Fossler aus Rheinfelden ist für die Sanitärarbeiten in Höhe von etwa 44 000 Euro der Favorit. Für die Lüftungsarbeiten hat die Firma Schirmeier aus Schliengen das annehmbarste Angebot in Höhe von rund 60 000 Euro eingereicht. Die Elektroarbeiten (etwa 54 000 Euro) sollen an die Firma Wagner aus Kandern gehen.

Die gesamte Vergabesumme für den Ausschreibungsblock liegt bei rund 272 000 Euro. Der Kostenansatz betrug etwa 307 000 Euro, so dass etwa 35 000 Euro eingespart werden können. Die Ausschussmitglieder befürworteten die Vorschläge einstimmig. Das letzte Wort hat am Montag der Gemeinderat.