Kandern Rückblick auf Jubiläumsjahr

Weiler Zeitung, 20.03.2017 22:32 Uhr

Kandern (ib). Freude und Stolz über Errungenschaften sowie Energie für neue Projekte und sportliche Leistungen – das zeigte sich bei der Jahreshauptversammlung der Löblichen Schützengesellschaft (LSG).

Rückblick: Positive Bilanz zog Oberschützenmeister (OSM) Andreas Brischle beim Rückblick aufs große Jubiläum im Juni 2016. Gewürdigt wurde im ältesten Verein Kanderns das 200-jährige Bestehen. Lange vorher begannen die Vorbereitungen, etwa die Erneuerung der Chronik. Der OSM erinnerte an Höhepunkte der „einzigartigen Veranstaltung“ und sprach seinen Dank aus.

Darüber hinaus richtete der Verein den Kreisschützentag aus. Hinzu kamen die Traditionstermine, ausgerichtet auf dem Vereinsareal.

Mit den dortigen Baumaßnahmen ging es gut voran. Beendet wurde die Arbeit auf dem 30-Meter-Bogenstand. Die Anlage sei nun in vollem Umfang nutzbar, sagte Brischle. Ein weiterer Platz beherberge den 70 Meter-Bogenstand, dessen Vollendung näherrücke. Äußerst hilfreich dabei, auch finanziell, sei ein Bagger, privat angeschafft von einem Mitglied. Gesucht wird noch der „Bagger-Greifer“.

Sportliches: Die Bogenabteilung selbst sei wieder im Aufwind, bestehe aus zwölf Schützen. Zur Sparte „Gewehr“ äußerte sich Rainer Henkel. Training, Rundenwettkämpfe, Pokale und Meisterschaften beschäftigten die Abteilung. Erste und zweite Plätze holte man auf Kreisebene.

Jeden ersten Donnerstag im Monat findet ein Großkaliberschießen statt. Hans-Dieter Hofmann, Schießleiter Pistole, verwies auf vordere Plätze bei Austragungen, gestaffelt nach Alter und Art. Dritter wurde man etwa beim Kreisausscheid. Ein Schütze qualifizierte sich für die Landesebene, lag auf Platz elf.

Beibehalten werden Jahrestermine wie das beliebte Jedermann-Schießen, das verschiedene Gruppierungen anlockt. Angeschafft wurden zwei neue Gewehre (Kleinkaliber).

Jugend: Mit zehn Mädchen und Jungen verfügt die LSG über eine starke Truppe, was Kreissportleiter Horst Ritter bestätigte. Hinzu komme der Ehrgeiz der Jungschützen, löblich erwähnt von OSM, Jugendleiter Florian Leisinger und Bürgermeister Christian Renkert. Leisinger sprach von Freizeit- und Sportaktivitäten, zählte viele Wettkämpfe auf, darunter auswärtige Meisterschaften. Belegt wurden meist Plätze im Spitzenbereich. Zudem war die Jugend sehr aktiv bei Arbeitseinsätzen. Dafür gab’s einen Gutschein.

Als Geschenk nahm die LSG laut Brischle eine russische Pistole an, die jedoch schwer zu handhaben sei. Bezüglich neuer Bauvorhaben (Bericht folgt) betonte er, Schützenvereine müssen am meisten bauen. Ritter bemerkte dazu, die öffentliche Hand würdige dies nicht. Er dankte Florian Leisinger für sein Engagement im Kreis. Satzungsänderung: Vieles gab es abzustimmen. Wichtigster Punkt war das Vereinserbe. Bei Auflösung der LSG gehe der Besitz an die Schützen Tannenkirch (und anders herum) und nicht mehr an die Kommune. Knackpunkt sei, dass sich Kommunen nach nur zwei Jahren von dem Erbe trennen müssen. Eine spätere Neubelebung des Vereinslebens wäre damit ausgeschlossen.

Wahlen: Wiedergewählt wurde OSM Andreas Brischle. Er kündigte an, das Amt in zwei Jahren abzugeben, 20 Jahre seien dann erreicht.

Ehrungen: 40 Jahre Mitglied ist Walter Greßlin, er bekam die Silberne Ehrennadel des Deutschen Sportschützenbunds, Bronze ging an Hans-Peter Schlegel und Jochen Jentsch für 25 Jahre. Die LSG-Ehrennadel in Silber ging an Pascal Homberger, Bronze gab’s für Paul Trick, Yannick Kübler, Luca Pannach, Robin Lang und Alexander Krause.

 
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