Kandern „Stars“ und Oldtimer zu bewundern

Weiler Zeitung, 19.06.2017 23:00 Uhr

Eine große Wiese voller Oldtimer, ein voll besetzter Festschopf und immer wieder der Klang von Feuerwehrauto-Signalhörnern: Zum 75-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Sitzenkirch zeigte das kleine Dorf, wie man ein rundes Jubiläum groß feiert.

Von Silke Hartenstein

Kandern-Sitzenkirch. Dazu gehörte auch ein gigantisches „Staraufgebot“ bei der Playback-Show am Samstagabend. Von Nena, Christina Stürmer, Roberto Blanco und DJ Ötzi bis zu Andreas Gabalier war im Festschopf alles vertreten, was Rang und Namen hatte. Bei der witzigen Hitparade wurden die Stars verkörpert von „Leuten aus den eigenen Reihen“, erzählte Sitzenkirchs Abteilungskommandant Bernd Pichl: „Es war eine Super-Stimmung“. In diesem Sinne wurde später mit Tanzmusik vom DJ weiter gefeiert.

Bereits beim Konzert des gemischten Chors Riedlingen am Samstagabend sei der Festschopf gut besucht gewesen, fuhr Pichl fort: „Ab 21 Uhr waren die Stehplätze belegt.“ Guten Zuspruch hatte auch der Festgottesdienst auf Alemannisch mit Pfarrerin Susanne Roßkopf am Sonntagmorgen. Im dicht gefüllten Festschopf – dort sah man auch viele Feuerwehrleute aus der Nachbarschaft – sorgte erst der Musikverein Eggenertal für Stimmung, und um 15 Uhr hatten die kleinen Sitzenkircher Sänger ihren großen Auftritt. Vor einem Jahr hatten drei Frauen aus Sitzenkirch den Kinderchor „Dorfhoppsa“ gegründet. Für die 15 Sänger im Alter von zwei bis zehn Jahren war es der zweite Auftritt im Dorf und für ihre fröhlichen Lieder wie „Tatü, hier kommt die Feuerwehr“ gab es viel Beifall.

Für angenehme Temperaturen sorgte die Brise, die durch den Festschopf wehte, für Speis und Trank die vielen Helfer. „Wir mussten schon mehrere Male Nachschub holen“, sagte Pichl am Nachmittag. Derweil schufen draußen auf der großen Festwiese knatternde Motoren eine dynamische Geräuschkulisse: Immer wieder trafen neue Oldtimer ein, während sich andere auf die Weiterfahrt machten. Ein genauer Überblick über die Zahl der historischen Motorräder, Vespas, Autos und Traktoren war so nicht gut möglich, doch Felix Winkler schätzte deren Anzahl am frühen Nachmittag auf rund 160. Winkler und Rafael Rueb hatten das Oldtimertreffen organisiert und, so Winkler, beworben über „alles, was möglich ist“. Und so schauten die Besucher einer feuerroten Corvette unter die Motorhaube, bestaunten den T1-VW-Bus mit seinen filigranen Außenspiegeln und Motorrad-Oldtimer wie die NSU 301-T, Baujahr 1929. Dazu gesellten sich Feuerwehroldtimer aus Grenzach, Kandern und Gelterkinden in der Schweiz.

 
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