Von Peter Ade

Kreis Lörrach. Aus brenzligen Situationen befreiten Feuerwehrleute im vergangenen Jahr bei Einsätzen in Stadt und Land 164 Menschen. Die Zahl gab Vorsitzender Günter Lenke am Samstag in der Erstelhalle Inzlingen bei der Versammlung des Kreisfeuerwehrverbandes (KFV) bekannt.

Insgesamt mussten die Freiwilligen Feuerwehren 1767 Mal ausrücken. Das waren 34 Einsätze weniger als 2012, dafür hat die Zahl der Großbrände um 15 auf 22 zugenommen. Die Fehlalarme gingen deutlich um 138 auf 284 zurück.

Nachwuchswerbung wird zunehmend zu einer zentralen Aufgabe. „Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir junge Leute begeistern können“, forderte Kreisjugendfeuerwehrwart Sven Herfort.

Noch könne im Landkreis von einem eklatanten Nachwuchsproblem keine Rede sein. Immerhin verrichten 730 Mädchen und Jungen zwischen sieben und 18 Jahren in 29 Jugendfeuerwehren ihren Dienst. „Wir müssen trotzdem auf der Hut sein“, erklärte Herfort.

Eine Ursache für drohenden Mitgliederschwund sieht der Jugendleiter in gestiegenen Anforderungen an den Ganztagsschulen, was zur Folge habe, dass junge Menschen immer weniger Lust verspürten, sich in knapp gewordener Freizeit sozial zu engagieren.

In der Kreisversammlung berichtete Vorsitzender Günter Lenke von einem arbeitsreichen Jahr mit administrativen und organisatorischen Herausforderungen. Der KFV ist im Landkreis die Dachorganisationen der insgesamt 35 Freiwilligen Feuerwehren mit 80 Abteilungen. Er vertritt insgesamt 5123 Mitglieder, davon 3127 aktive Einsatzkräfte. Die Altersabteilungen melden 1202 „Ehemalige“, die Jugendfeuerwehren 730 und die Musikgruppen 82 Mitglieder.

Der Mitgliederstand liegt bei insgesamt 5353 Frauen und Männern. Es gibt hundert Einsatzabteilungen und 15 hauptamtliche Kräfte.

Mitglied im KFV sind außerdem sieben Werk- und Betriebsfeuerwehren mit insgesamt 225 Aktiven, die in den Rettungsplan des Landkreises integriert sind. Evonik Rheinfelden und DSM Grenzach stellen mit je 56 Mann und Spezialausrüstungen die größten Gruppen.

Zentrale Verbandsaufgabe ist die Interessenvertretung der Einheiten gegenüber Städten und Gemeinden sowie Behörden und kommunalen Spitzenverbänden. Landes-Justizminister Rainer Stickelberger (SPD) und CDU-Bundestagsabgeordneter Armin Schuster lobten Leistungsstand und Schlagkraft der Feuerwehren und würdigten das Ehrenamt.

Weitere Unterstützung versprach der zuständige Dezernatsleiter beim Landratamt, Thomas Mücke, im Namen der Landrätin Marion Dammann.

Die Feuerwehren beider Basel rühmten durch ihren Sprecher Edi Strub die ausgezeichnete Zusammenarbeit der Einsatzkräfte dies- und jenseits des Rheins.