Von Marco Fraune

Kreis Lörrach. Alle eingereichten Wahlvorschläge für die Landtagswahl sind gestern offiziell durch den Kreiswahlausschuss zugelassen worden. Damit gehen insgesamt zwölf Direktkandidaten im Wahlkreis Lörrach ins Rennen.

Justizminister Rainer Stickelberger (SPD), Josha Frey (Grüne) und Ulrich Lusche (CDU) wollen erneut ein Landtagsmandat erringen. Für die FDP tritt Manuel Karcher (Stadt und Regionmanager aus Lörrach) als Direktkandidat an.

150 Unterstützerunterschriften mussten diejenigen vorlegen, deren Partei im aktuellen Landtag nicht vertreten ist. Hierzu zählen für „Die Linke“ Matteo Di Prima (Justizfachwirt, Lörrach), für die „Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (Die Partei) Fabian Walz (Erzieher, Karlsruhe), für die „Ökologisch-Demokratische Partei/ Familie und Umwelt (ÖDP)“ Kilian Kronimus (Berufsschullehrer, Albbruck), für die „Alternative für Deutschland (AfD)“ Wolfgang Fuhr (Angestellter, Lörrach), für „Die Republikaner“ Bruno Ganser (Vermessungsingenieur, Bad Säckingen), für die „Allianz für Fortschritt und Aufbruch (Alfa)“ Alexander Wallroth (Elektrotechniker, Lörrach), für die „Piratenpartei Deutschland (Piraten)“ Sabine Schuhmacher (Schauwerbegestalterin, Lörrach) und für die „Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD)“ Andreas Boltze (Lagerist, Weil am Rhein).

Lörracher Wahlkreis fließt in Statistik ein

Einige Landtagswahl-Ergebnisse aus dem Wahlkreis Lörrach werden auch Einzug halten in die repräsentative Landeswahlstatistik, wie Landrätin Marion Dammann, Vorsitzende des Kreiswahlausschusses, gestern in der Sitzung erklärte. Aus der Stadt Lörrach findet der Inhalt von zwei Wahlurnen Berücksichtigung, in Weil am Rhein eine und eine weitere aus Schopfheim. Die ausgewerteten Wahlergebnisse würden keine Rückschlüsse auf die Wähler zulassen, versicherte Dammann. Die Stimmzettel-Umschläge sind farblich nach Geschlecht und in sechs Altersgruppen zu unterscheiden. „Das Wahlgeheimnis wird gewahrt.“

Erstmals im Lörracher Wahlkreis weisen die Stimmzettel oben rechts eine kleine Lochung auf, die sehbehinderten Menschen die Orientierung erleichtern sollen.

Schon nach einer Viertelstunde war gestern die Entscheidung über die Zulassung der Vorschläge erledigt. Die nächste Sitzung steht am 17. März an, dann soll das vorläufige amtliche Endergebnis festgestellt werden.