Kreis Lörrach „Kaderschmiede“ mit Potenzialen

Die Oberbadische, 23.03.2014 23:02 Uhr

Von Marco Fraune

Kreis Lörrach. Kaderschmiede oder Pampersclub? Was auf den ersten Blick unvereinbar erscheint, kommt bei den Wirtschaftsjunioren (WJ) Hochrhein zusammen, wie der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hochrhein-Bodensee, Kurt Grieshaber, bei der Geburtstagsfeier erläuterte.

Zum 60-jährigen Bestehen der Plattform für junge Unternehmer und Führungskräfte kamen rund 100 Gäste in das SAK/Altes Wasserwerk nach Lörrach. Redner wie Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Bluhm oder auch der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Armin Schuster unterstrichen dabei die Bedeutung der Wirtschaftsjunioren für die Region. Ehemalige Präsidenten der Vereinigung schilderten zudem Schlaglichter des Wirkens, das sich seit einem Regioverbund im Jahr 1974 auch über die Grenzen hinweg auf Frankreich und speziell der Schweiz erstreckte – zeitweise mit mehr, lange Zeit auch mit gedrosseltem Engagement.

Welche Weiterentwicklung die regionale Interessenvertretung der jungen Wirtschaft vollzogen hat, unterstrich Grieshaber. „Unsere Pampersabteilung hat sich hervorragend entwickelt“, erklärte er gut gelaunt. Fast im gleichen Atemzug sprach er dann von einer „Kaderschmiede“. So seien auch im IHK-Präsidium vier ehemalige WJ-Vorsitzende.

Welche Ideen aus dem Kreis der Jungunternehmer noch heute Aktualität haben, führte Heute-Bluhm am früheren WJ-Projekt „aw3h“ aus. Das Wirtschafts-Regionalportal sei seinerzeit wohl gesellschaftlich noch zu früh positioniert worden, doch inzwischen nehme sich die Wirtschaftsregion Südwest des Themas auch in Form der neuen Plattform „sw-plus“ an. „Die früh begonnene Zusammenarbeit hat jetzt so richtig Früchte getragen.“

Die überregionale Orientierung ist dabei ab 1992 auch am neuen Namen deutlich geworden. Aus den Wirtschaftsjunioren Schopfheim wurden die Wirtschaftsjunioren Hochrhein. Wobei: Deren Blick richtete sich beim sozialen Engagement auch weit über die nationalen Grenzen hinaus. Schon in den Anfangsjahren beteiligten sich die Wirtschaftsjunioren an einem Brunnenbau in Sahel.

Eine Herausforderung für die Wirtschaftsjunioren bildete und bildet die geografische Lage. So verteilen sich laut dem ehemaligen Präsidenten Martin Schwind relativ wenige Mitglieder auf eine große Fläche. Die Zahl habe die Vereinigung wieder durch interessante Programme und ein verstärktes soziales Engagement stärken können. Auf „spannende Besichtigungen“ verwies zudem der amtierende Präsident, Chris Kiefer.

Die Idee der ehrenamtlichen Organisation habe auch heute noch Bestand, betonte der CDU-Bundestagsabgeordnete Schuster. „Sie begnügen sich eben nicht damit, dass es nur der Firma gut gehen muss“.

 
 

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