Kreis Lörrach Klippen beim Start in ein neues Leben umschiffen

Die Oberbadische, 11.08.2017 17:05 Uhr

Kreis Lörrach. Der Sportclub Freiburg unterstützt in diesem Jahr das Lörracher Modellprojekt „Babylotsin“ am St. Elisabethen-Krankenhaus mit dem „Fair-ways“-Förderpreis. Damit verbunden ist eine Spende in Höhe von 3 000 Euro, welche die Babylotsin Vera Stächelin zur Saisoneröffnung im SC-Stadion jüngst in Empfang nehmen konnte. Aus mehr als 100 sozialen Projekten, die sich dieses Jahr beworben hatten, wurden 26 mit einem „Fairways“-Förderpreis bedacht.

Hoch erfreut waren Vera Stächelin und Michael Trost, Leiter des Kliniksozialdienstes am St. Elisabethen-Krankenhaus, als sie die Summe erhielten. „Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung unseres Präventionsprojekts. Die Nachfrage nach unserem Angebot ist sehr groß“, sagte der Diplom-Sozialpädagoge. „Wir bedanken uns auch im Namen der jungen Familien, denen wir schon helfen konnten, Klippen beim Start in ihr neues Leben zu umschiffen und sich auf das Familienleben zu freuen.“

Auch von der Staatlichen Toto-Lotto-Gesellschaft Baden-Württemberg erhielt das Modellprojekt eine Spende in Höhe von 3 000 Euro. „Wir möchten damit unsere Anerkennung für dieses innovative Kooperationsprojekt zum Ausdruck bringen“, erklärte Geschäftsführerin Marion Caspers-Merk, als sie sich unlängst in Begleitung von Landrätin Marion Dammann selbst vor Ort ein Bild von dem Babylotsen-Projekt machen konnte.

„Wir wünschen uns sehr, dass es uns gelingt, unser wegweisendes Kooperationsprojekt langfristig am Leben zu erhalten“, betonten neben Landrätin Dammann auch der Klinikgeschäftsführer Helmut Schillinger sowie der hefarzt Dr. Kurt Bischofberger.

2000 Familien informiert

Das Präventionsprojekt Babylotsin richtet sich vor allem an junge belastete Eltern und bietet unbürokratische Rundum-Hilfe bei kleinen und großen Sorgen. Die Arbeit der Babylotsin geht über den gesetzlichen Auftrag hinaus und wird ausschließlich über Spenden und Fördergelder der Bundesinitiative „Frühe Hilfen“ finanziert.

Seit dem Start des Projekts im August des vergangenen Jahres wurden bereits mehr als 2 000 Familien über Möglichkeiten der frühen Unterstützung informiert. Rund 400 von ihnen wurden auf eigenen Wunsch ausführlicher zu verschiedenen Themen beraten und darüberhinaus an das Netzwerk „Frühe Hilfen“ im Landkreis, etwa an Beratungsstellen oder Familienhebammen zur weiteren Hilfe, verwiesen.

 
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