Kreis Lörrach Mehr als Pflaster und Salben

Die Oberbadische, 16.07.2017 23:00 Uhr

Kreis Lörrach (pad). Eine Idee gewinnt Freunde. Immer mehr Mädchen und Jungen sind bereit, im Schulsanitätsdienst (SSD) mitzumachen. Der DRK-Kreisverband fördert das Engagement und informiert über das Angebot.

Am Meret-Oppenheim-Schulzentrum in Steinen beteiligten sich am Samstag fast 100 Jugendliche am zweiten regionalen Schulsanitätsdiensttag aus den südbadischen DRK-Kreisverbänden Lörrach, Freiburg, Müllheim und Säckingen. Das Motto: „Retten hat viele Farben.“

An zehn speziell für Schulsanitäter vorbereiteten Stationen informierten die jungen Helfer über die vielfältigen Aufgaben. Obendrein konnten sie sich selbst ein Bild machen über Einsatzgebiete und Techniken des DRK, der Bergwacht und des Technischen Hilfswerks. Der Lörracher DRK-Kreisgeschäftsführer Markus Lapp und der für die Veranstaltung federführende SSD-Koordinator Mario Lucca standen den Interessierten Rede und Antwort.

Großes Interesse zeigte Steinens Bürgermeister Gunther Braun, der sich jede Station erklären ließ und voll des Lobes war für die Rotkreuzarbeit, derweil der Leiter des Meret-Oppenheim-Schulzentrums, Stefan Royl, für die Präsentationen gerne den Schulcampus öffnete.

Jahr für Jahr passieren an deutschen Schulen rund 1,3 Millionen kleine und größere Unfälle. Bei allen Vorkommnissen ist diejenige Schule gut beraten, die einen SSD installiert hat: Die „Sanis“ sind sofort zur Stelle und können direkt Hilfe leisten. Nicht nur in der Schule, sondern auch in der Freizeit, beim Zeltlager, bei einem Konzert oder einfach beim Einkaufsbummel erkennen und versorgen SSD’ler Verletzungen. Sie treffen Entscheidungen: Pflaster oder Verband, Ruheraum oder Rettungswagen?

Das Mitwirken im SSD steht allen Schülern offen. Sie werden vom DRK zu qualifizierten Ersthelfern ausgebildet.

Damit Erste Hilfe möglich ist, haben SSD-Teams während der Schulzeit Einsatzbereitschaft. Je nach Absprache werden sie entsprechend dem Dienstplan alarmiert und leisten dann mit der Einsatztasche am Ort des Geschehens Erste Hilfe.

 
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