Kreis Lörrach Präsent bei Not und Gefahr

Die Oberbadische, 07.06.2016 22:00 Uhr

Von Peter Ade Kreis Lörrach. Mit seinen vielfältigen Diensten gut aufgestellt, zeigte sich der DRK-Kreisverband in seiner Mitgliederversammlung (wir berichteten). Die Bereitschaften der Ortsvereine brachten es 2015 mit 396 Aktiven auf registrierte 58 150 ehrenamtlich erbrachte Stunden. Ein Höhepunkt war die Einsatzübung am Katzenbergtunnel mit weiteren Rettungsorganisationen und der Deutschen Bahn. Bei der Errichtung von Flüchtlingsunterkünften wirkten die Helfer in Steinen und Efringen-Kirchen tatkräftig mit. Rettungswache: „Die neue Rettungswache Binzen steht am richtigen Ort“, erklärte Kreisvorsitzender Günter Boll und kündigte fürs Rotkreuzhaus in Lörrach den Bau einer Fahrzeughalle an, um weitere geschützte Stellplätze für die Einsatzautos mit hochwertiger medizinisch-technischer Ausstattung zu bekommen. Kreisvorsitzender Boll beklagte: „Nicht jeder Landkreis braucht heutzutage noch eine eigene Leitstelle.“ Ehrenamt: Kreisgeschäftsführer Markus Lapp würdigte das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder auf allen DRK-Ebenen. Da Rettungsmittel oftmals nur begrenzt zur Verfügung stünden, sei die weitere regionale und trinationale Kooperation unerlässlich. Aktivposten sind die Sozial- und Bereitschaftsarbeit mit Seniorengymnastik, Gedächtnistraining und Besuchsgruppen. Hier werde viel Ehrenamtliches geleistet. Der von Roland Kraus koordinierte Fahrdienst für Menschen mit Handicap werde immer stärker in Anspruch genommen. „In Rheinfelden und Schopfheim wurden Rettungswagen für Noteinsätze in der Nacht stationiert, um im Ernstfall zügig präsent zu sein“, berichtete Rettungsdienst-Geschäftsführer Svend Appler. Schatzmeisterin Heike Mattheis freute sich über die auf rund 13 000 gekletterte Anzahl an Fördermitgliedern. Ausbildung: Auf 150 Helfer mit Sanitätsausbildung verwies Kreisbereitschaftsleiter Simon Redling, davon besäßen 80 Prozent den aktuellsten Fortbildungsstand. Insgesamt biete das DRK auf Kreisebene 17 Ausbildungsprofile an. Weiteres: 14 Mal war im vergangenen Jahr der Einsatzführungsdienst gefordert. Als „besonders arbeitsintensiv“ beschrieb Roland Kraus im Großbereich der Sozialarbeit die Blutspendetermine sowie Tagesausflüge und Besuchsdienste. Kreisjugendleiter Andreas Dreher bezeichnete die Schulsozialarbeit als „großen Baustein der Jugendarbeit“. Gerne erinnerte er an das Begegnungsfest mit Flüchtlingen in Maulburg. Derzeit gibt es kreisweit zehn Jugendgruppen. Gegen Gaffer: Scharf verurteile der SPD-Landtagsabgeordnete Rainer Stickelberger die zunehmende Behinderung von Rettungskräften durch Gaffer. Er wolle sich dafür stark machen, dass derart verwerfliches Tun in Zukunft bestraft und nicht mehr nur als Ordnungswidrigkeit gesehen werde.