Lörrach Ansporn für Fernziel Klimaneutralität

Die Oberbadische, 19.10.2016 17:47 Uhr

Lörrach. Bei der Verleihung des European Energy Awards (eea) in Luzern wurde die Stadt Lörrach zum dritten Mal nach 2010 und 2013 mit Gold ausgezeichnet (wir berichteten). Damit ist Lörrach die erste Stadt in Baden-Württemberg, die drei Mal hintereinander den Gold-Status erlangte. Den Preis nahmen Oberbürgermeister Jörg Lutz und Bürgermeister Michael Wilke entgegen. „Wir freuen uns sehr, beim European Energy Award erneut Gold erreicht zu haben“, erklärt Lutz. „Aufgrund der verschärften Kriterien bei der Vergabe war das Ergebnis nicht selbstverständlich.“ Mit 78,7 Prozent der erreichbaren Punkte liegt die Stadt über der goldrelevanten 75-Prozent-Marke. Zur Erreichung des Gold-Standards haben beispielsweise Maßnahmen wie die Energiestandards für städtische Gebäude, die Umsetzung des Masterplans Mobilität, die Beschaffungsrichtlinien mit hohen Umweltstandards, die Quartierskonzepte rund um den Hauptbahnhof, das Energie- und Klimaschutzprojekt mit den Lörracher Schulen oder das Förderprogramm „Baubegleitung Energieeffizienz“ beigetragen. „Die Auszeichnung ist für uns ein Ansporn auch zukünftig verstärkt auf das Ziel hinzuarbeiten, bis 2050 eine klimaneutrale Kommune zu sein“; ergänzt Wilke. Die bewerteten Maßnahmen gliedern sich in die Bereiche Entwicklungsplanung/Raumordnung, Kommunale Gebäude und Anlagen, Versorgung/Entsorgung, Mobilität, Interne Organisation und Kommunikation/Kooperation. Während in den Bereichen „Interne Organisation“ (92,3 Prozent) und „Entwicklungsplanung/Raumordnung“ (87,8 Prozent) überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt wurden, lagen die Zahlen bei „Kommunale Gebäude und Anlagen“ (77,4 Prozent), „Mobilität“ (76,3 Prozent) und „Kommunikation, Kooperation“ (76,6 Prozent) knapp über der 75 Prozent Hürde. Lediglich bei dem Bereich „Versorgung, Entsorgung“ (67,1 Prozent) konnte der Gold-Status nicht erreicht werden. Ein wesentlicher Grund hierfür sei die Tatsache, dass die Abfallentsorgung Aufgabe des Landkreises sei und die Stadt hier kaum Einfluss nehmen könne, so eine Mitteilung.