„Ich mach mein Ding, egal, was die anderen sagen“, heißt es in einem Song von Udo Lindenberg. Wenn einer sein Ding gemacht hat, dann ist das Jörg Hieber. Jetzt wurde das 50-Jährige seines Unternehmens im Burghof mit einer Gala gefeiert.

Von Gerd Lustig

Lörrach. Mit seinen mittlerweile zwölf Lebensmittel-Frischemärkten hat Jörg Hieber eine Erfolgsgeschichte geschrieben. Und so wurde der Abend im Burghof mit 300 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Sport, den Führungskräften aus allen Hieber-Märkten sowie langjährigen Mitarbeitern zum Höhepunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten. „Ich mach mein Ding.

Genau das charakterisiert Jörg Hieber nur allzu treffend“, machte Uwe Kohler, Aufsichtsratsvorsitzender der Edeka-Zentrale und der Edeka-Regionalgesellschaft Südwest, deutlich. Der „Robin Hood der Branche“, in der unter dem genossenschaftlichen Dach der Edeka 4000 selbstständige Kaufleute mit 350 000 Mitarbeitern in mehr als 11 000 Märkten zusammengefasst sind, sei der Bedeutendste im Edeka-Verbund.

Nah am Kunden, mit Charme und Atmosphäre: All das mache den Erfolg des Unternehmens Hieber mit gut 1000 Mitarbeitern aus. „Die Kundenorientierung sowie die Wertschätzung der Mitarbeiter sind das A und O“, so Kohler. Konsequent und der Zeit voraus, habe Hieber das modernste Supermarktkonzept entwickelt.

In einer Zeit steigender Bürokratie brauche es solche Quer- und Vordenker, die mit kreativem Engagement und echten Unternehmergeist vorangehen. „Die Genossenschaft orientiert sich stets am innovativsten Mitglied, um frisch zu bleiben“, dankte er Hieber für seine Leistung.

Dass Jörg Hieber sich inzwischen auf einen reinen Beraterstatus reduzieren lässt, weil er die Geschäftsführung an seinen Sohn Dieter abgegeben hat, kommentierte Kohler so: „Wer das glaubt, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.“

Moderiert von dem Fernseh-Journalisten Markus Brock, erlebten die Gäste einen exklusiven Abend. Gediegene Musik im wunderschön dekorierten Burghof (OB Jörg Lutz: „So schön sah es hier noch nie aus“), leckeres Essen mit Wildlachs, geschmortem Rinderfilet und Dessertbuffet aus dem Hause Walser in Efringen-Kirchen sowie launige Ansprachen, Ehrungen und Interviews: All das waren die Zutaten für eine perfekte Gala. Für Erheiterung sorgte das Duo „Knaschtbrüeder“ mit dem „Hieber-Lied“ und dem Song vom „Maa im wiiße Kittel“.

Gute Nahversorgung sei ein wichtiger Standortfaktor, betonte Jörg Lutz. Zielstrebig und visionär sorge die Firma Hieber für ein Stück Lebensqualität. „Sie haben viele Kommunen in der Südwestecke glücklich gemacht“.

Ehren- und Dankesurkunden für das Geleistete in den vergangenen 50 Jahren überbrachten Stephan Karl Schultze, stellvertretender Präsident der IHK Hochrhein-Bodensee, und Olaf Kather, Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbandes. Der „inhaber-geführte Musterbetrieb“ agiere mit Rückgrat und unternehmerischem Weitblick. „Hieber setzt sich die Brille des Kunden auf“, lobte Schultze. „Begeisterung und Lebensqualität“ attestierte Olaf Kather und nannte Hieber bedeutend für den gesamten Handelsverband.

Dem schloss sich auch Christof Hönig an. Der Hönig-Hof beliefert Hieber seit rund 15 Jahren mit Freilandeiern – 30 Millionen bisher. „In dieser Branche braucht es Leute mit Visionen und Wertschätzung für Lebensmittel und auch fürs Tier“, erklärte Hönig und freute sich über „die geniale Zusammenarbeit mit Hieber“.

Und die Hiebers selbst" „Erst dienen, dann verdienen“, stellte Seniorchef Jörg Hieber seine Maxime heraus. Stolz, in erster Linie aber dankbar sei er dafür, was in den vergangenen 50 Jahren entstanden sei. Glücklich schätzt der 78-jährige Seniorchef sich über all die vielen Mitarbeiter, die für ihn 70 Prozent des unternehmerischen Erfolgs ausmachen. Allen voran nannte er drei Frauen, denen er zu großem Dank verpflichtet sei. Er würdigte die Verdienste von Maria Veneziani, die als Italienerin in den Anfangszeiten des Geschäftes an der Keimzelle in Höllstein wirkte, sowie die Arbeit von Irene Blatter und Gudrun Beutemann.

Auch Dieter Hieber schätzt vor allem die Mitarbeiter als das Besondere in der Firma. „Und wenn es die Firma Hieber in 50 Jahren noch gibt, dann bin ich glücklich“, sagte er.

Von Jörg Hieber und den Sprechern der Mitarbeiter wurden auch die besondere Stellung und die besonderen Verdienste der geschäftsführenden Gesellschafter Karsten Pabst und Norbert Schoeffel herausgestellt.

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