Lörrach Grüne Oase in der Stadt

Die Oberbadische, 15.05.2017 09:01 Uhr

Von Markus Greiß

Sonne satt und kein Wasser von oben, sondern nur aus den Fontänen der neu eröffneten Wasserspiele – besser hätten die Rahmenbedingungen für die feierliche Übergabe des Hebelparks an Lörrachs Bürgerschaft nicht sein können.

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Lörrach. Nachdem technische Probleme die Wasserspiele bis jetzt lahmgelegt hatten, sprudelten sie während des Festes am Samstag munter drauf los und zogen vor allem die vielen Kinder in ihren Bann.

Als „verspätetes Geburtstagsgeschenk“ für Johann Peter Hebel bezeichnete Oberbürgermeister Lutz den neuen Hebelpark in seiner Eröffnungsrede. Eigentlich, so Lutz, hätte das Geschenk schon 2010 zum 250. Geburtstag Hebels übergeben werden sollen. Damals fiel im Stadtrat der Entschluss zur Auffrischung der in die Jahre gekommenen Grünanlage mit ihrem defekten Brunnen und ihren dunklen Ecken, die laut Lutz mitunter auch zu „Angsträumen“ geworden seien. Es dauerte aber noch mehrere Jahre, bis die Idee 2015 mit einem reduzierten Kostenrahmen von 785 000 Euro aufgegriffen und ab Mai 2016 in die Tat umgesetzt wurde. Das Ergebnis aus Sicht des Oberbürgermeisters: ein heller und einsehbarer Park, der eine „grüne Oase in der Stadt“ darstellt.

Ein Jahr nach dem ersten Spatenstich genossen am Samstag nun Groß und Klein ein buntes Programm zur Parkeröffnung. Den musikalischen Auftakt bildeten die Kooperationsklassen der Hebelschule und Musikschule sowie die Ukulele-Klasse der Neumattschule mit dem Kinderhit „Ich lieb den Frühling“. Dann trugen Viertklässler der Hebelschule das Hebelgedicht „Das Gewitter“ in Mundart vor. Und später verschaffte sich die Big Band der Musikschule mit Posaunen, Percussion, Saxofonen und E-Gitarre Gehör.

Zwischen den musikalischen Beiträgen übergab André Marker, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Lörrach-Rheinfelden, die vom Kreditinstitut gesponserten neun Himmelsliegen an die Stadt. Die Himmelsliegen machten den Park attraktiv, so Marker, weshalb sein Haus sie gerne unterstütze. „Wenn ich sehe, wie sie angenommen werden, haben wir nichts falsch gemacht“, nahm er Bezug auf Kritik, die vereinzelt an der Parkmöblierung geäußert worden ist (wir berichteten).

„Lörrach kann und darf auf den Hebelpark stolz sein“, rief Inge Hemberger ins Publikum. Flankiert von einem guten Dutzend Frauen und Männern in Markgräfler Tracht erinnerte die stellvertretende Vorsitzende des Hebelbundes an dessen Gründung vor 70 Jahren und an den zweiten Hebeltag im selben Jahr 1947, als die französischen Besatzungsbehörden für einen Tag die Grenzen zwischen der Schweiz und Deutschland öffneten. Rund 20 000 Basler fanden damals den Weg in die Lerchenstadt. „Ein wichtiger Schritt nach dem Krieg, der die Hoffnung nährte, wieder in Frieden zur Normalität zurückkehren zu können“, so Hemberger.

Während viele Besucher den Programmpunkten auf der großen Bühne folgten, machten es sich andere auf den ergonomisch geformten Holzliegen im Park bequem. Für Kinder zwischen zwei und fünf Jahren veranstaltete die Stadt ein Laufradrennen auf einem abgesteckten Parcours. Und für das leibliche Wohl sorgte unter anderem der reich bestückte Kuchenstand der Hebelschule.

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