Gina Été macht Poetic Post Pop. So bezeichnet sie ihre Musik, die formal Pop, aber harmonisch und rhythmisch gängige Akkordabfolgen jedoch weit hinter sich lässt.

Dabei legt sie viel Gewicht auf Inhalt und Wort ihrer Songs. „Jede Sprache verleiht der Stimme und den entsprechenden Songs eine andere Farbe, ein ganz eigenes Timbre. Entgegen dem Trend, Pop möglichst nur auf Englisch zu halten, möchte ich mich nicht durch die Musikindustrie einengen lassen. Ich schreibe ebenso auf Hochdeutsch, Französisch oder auch mal Schwitzerdütsch – halt so, wie es zu dem Song und dessen Stimmung gerade passt“, erklärt die junge Musikerin.

In ihren Texten singt sie über ihr Leben und das ihrer Mitmenschen. Die Künstlerin hat ihre ganz eigene Technik, um auf neue Einfälle zu kommen: „Wenn ich keine Idee habe, wenn mein Kopf mal leer und bereits alles aufgeschrieben ist, bitte ich einfach die Leute am nächsten Konzert, mir ein schönes Wort aufzuschreiben. Diese verfasse ich dann zu einem „mind sharing song.“

Musikalisch ist der wichtigste Einfluss für Gina, die seit ihrem neunten Lebensjahr Musik macht, ihre Band, wie sie sagt. Wenn sie nicht solo unterwegs ist, spielt sie mit den Musikern Jeremie Revel, Phillip Klawitter und Noé Franklé, mit denen sie gemeinsam eine EP aufgeommen hat. Im Alter von 16 Jahren hat sie angefangen Songs zu schreiben. Ihre Leidenschaft zur Musik hat sie von ihren Eltern. „Mein Vater ist klassischer Bratschist, spielt Quartett Tourneen und Orchesterkonzerte. Meine Mutter tanzt zu der DRS 2 Jazz-Sendung mit mir in der Küche herum.“

Ihr erstes Solokonzert als Gina Été hatte die Songschreiberin gerade einmal vor zwei Jahren. Seither hat sie mindestens 80 Konzerte gespielt, was ihr vorkommt wie ein halbes Leben.

Weitere Informationen: Gina Été steht am Samstag, 22. Oktober, im Lörracher Alten Wasserwerk auf der Bühne. Beginn ist um 21 Uhr und der Eintritt kostet acht Euro.