Lörrach Lichtblick für den Hebelpark

Die Oberbadische, 18.09.2015 23:02 Uhr

Von Bernhard Konrad

Lörrach. Der Hebelpark hat eine wichtige Etappe auf dem Weg zu seiner Aufwertung genommen. Der Ausschuss für Umwelt, Technik, Bildung und Soziales (AUT) votierte bei zwei Gegenstimmen und drei Enthaltungen für die überarbeitete Planung der Neugestaltung.

Dass der Park im Herzen der Stadt dringend aufgewertet werden muss, ist Konsens. Die Frage ist: Wie viel lässt sichLörrach die Qualität dieses Projekts kosten?

Der erste Entwurf des Freiburger Büros „Freiraum“ wurde vom Gemeinderat Ende des Jahres 2013 mit dem Auftrag zurückgewiesen, die Planung zu überarbeiten und die Gesamtkosten zu reduzieren. Im Haushalt 2015 wurden vom Gemeinderat 541 000 Euro für das Projekt zur Verfügung gestellt. Für die zweite Planungsvariante bestünde nun ein darüber hinaus gehender Finanzierungsbedarf in Höhe von 244 000 Euro. Wobei schon allein durch die Teuerungsrate der vergangenen beiden Jahre die Kosten gestiegen seien, sagte Bürgermeister Michael Wilke

Die ursprüngliche, mit Beteiligung von Bürgern entwickelte Entwurfsidee sei im Grundsatz erhalten geblieben, sagte Fachbereichsleiterin Annette Buchauer: Ruhezonen mit Liegewiese und Rasenfläche, gesäumt von einem Baumbestand, der überwiegend unangetastet bleibe, Sitzgelegenheiten, Fußgänger- und Radfahrerbereich sowie eine Fläche mit Wasserfontänen und Spielgeräten prägen den Park.

Wesentliche Änderungen betreffen die neue Materialwahl der Belagsflächen, die Verlegung der Wegführung und den Verzicht auf einige Ausstattungsgegenstände wie Drehstühle und „Lesesteine“. Zudem wird die Fläche entlang der Straße „Am Hebelpark“ und der Zufahrtsbereich an der Hebelschule erst in späteren Bauabschnitten, Letzterer im Zusammenhang mit der Sanierung der Hebelschule, weiterbearbeitet. Wenn alles glatt läuft, kann im Frühjahr 2016 mit der Umgestaltung begonnen werden.

Während Doris Jaenisch (CDU) und Hubert Bernnat (SPD) die Vorlage positiv bewerteten, äußerte Matthias Lindemer (Freie Wähler) mit Blick auf die Kosten nach wie vor Bedenken. Der Hebelpark sei zwar eine Visitenkarte, seine Neugestaltung koste aber noch immer „sehr viel Geld.“ Stephan Berg (Grüne) argumentierte dagegen, es gehe hier nicht um „Visitenarten“, sondern um eine Erhöhung der Aufenthaltsqualität der Innenstadt für die Bürgerschaft. Er regte abermals an, auch einen Trinkbrunnen im Park zu installieren. Vielleicht könne hierfür, so Wilke, ein Sponsor gefunden werden.

Jaenisch forderte mit Blick auf die Vorlage und die bereits im Jahr 2010 begonnene Debatte über die Aufwertung des Parks: „Wir sollten jetzt bauen!“