Lörrach Raupp Ehrenbürger von Edirne

Die Oberbadische, 01.12.2015 02:00 Uhr

Lörrach. Die Stadt Edirne hat Professor Dr. Manfred Raupp für seine Verdienste die Ehrenbürgerwürde verliehen (wir berichteten).

Die Lörracher Delegation mit dem ehrenamtlichen Stellvertreter des Oberbürgermeisters Hubert Bernnat und dem Fachbereichsleiter „Kultur und Tourismus“, Lars Frick, sowie Galip Caliskan von Lörrach International begleitete Manfred Raupp und seine Frau Dorothee in die Türkei.

Die Auszeichnung für Raupp hat eine hohe Bedeutung: Er ist einer von nur drei Ehrenbürgern der Stadt Edirne. Zusammen mit ihm wurde der Präsident der Türkischen Industrie- und Handelskammer geehrt. Oberbürgermeister Recep Gürkan würdigte Raupp für seine Verdienste um die Stadtentwicklung Edirnes. So hat Raupp die Bewerbung und Eintragung der Selimiye-Moschee in die UNESCO-Welterbeliste vorangetrieben, eine Partnerschaft zwischen der Trakya-Universität und der DHBW Lörrach initiiert und Edirne bei der Schnakenbekämpfung über ein EU-gefördertes Projekt unterstützt. Dieses Engagement gehe über die Förderung einer Städtefreundschaft weit hinaus, betonte Gürkan.

Ein herzlicher Empfang unter Freunden

Raupp zeigte sich erfreut über die Auszeichnung. „Die Ehrung gebührt nicht nur mir allein, sondern allen, die sich bei Lörrach International und darüber hinaus für die Stadt Edirne einsetzten. Wir nehmen die Würdigung mit Dank an und sehen sie auch als Auftrag für eine weitere gute Zusammenarbeit“, sagte Raupp in seiner Dankesrede. Die Verleihung der Ehrenbürgerwürde fand im Zusammenhang mit dem Befreiungsfest in Edirne statt, dem jährlichen Stadtfeiertag. Zahlreiche Feste und Umzüge finden an diesem Tag statt.

Die Lörracher Delegation wurde sehr herzlich in Edirne empfangen und konnte die türkische Gastfreundschaft erleben. In Stadtrundgängen wurden die touristischen Höhepunkte der Stadt besichtigt, und die Lörracher konnten sich von der rasanten Entwicklung Edirnes ein Bild machen. So sind in den vergangenen Jahren viele historische Gebäude restauriert worden, unter anderem die Synagoge, die zuvor völlig zerstört war.

Die Stadt weitete ebenso ihre touristische Vermarktung aus: viele hochklassige Hotels entstanden. Beide Partnerstädte sehen in der Zusammenarbeit im touristischen Sektor ein großes Potential. Ein anderer Punkt, der Edirne vor Herausforderungen stellt, ist die Unterbringung der Flüchtlinge in der Stadt. In der knapp 140 000 Einwohner zählenden Stadt befinden sich zurzeit über 15 000 Flüchtlinge.

Zuletzt nahm eine Delegation aus Edirne am Frühlingsfest 2015 teil. Für 2016 sind bereits weitere Projekte angebahnt.