Die Hauger Holzsteigerig 2017 wirft ihre Schatten voraus. Das traditionsreiche Volksfest findet wieder am Samstag, 28. Januar, an der Saatschulhütte oberhalb des „Rechberg“ statt. Die Steigerig startet um 11 Uhr.

Lörrach-Hauingen. „Die Vorbereitung ist angelaufen“, verkündete Revierförster Markus Dischinger in der jüngsten öffentlichen Sitzung des Ortschaftsrates (wir berichteten). Er gab bekannt, dass die Anschlagspreise gegenüber den beiden Vorjahren unverändert bleiben werden werden: 50 Euro für den Ster Buchenholz und 55 Euro für den laufenden Festmeter Langholz. Der Gesamterlös bleibt im Dorf und muss – im Gegensatz zu früheren Veranstaltungen – nicht an die Stadt als Eigentümerin des Waldes abgeführt werden. Das freut die Mitglieder des Ortschaftsrats. Sie stimmten deshalb der Verwaltungsvorlage gerne zu und genehmigten obendrein einstimmig den Betriebsplan für das Forstwirtschaftsjahr 2017 im Stadtwald Lörrach, zu dem auch der Dinkelberg gehört.

„Wir befinden uns im letzten Jahr des aktuellen zehnjährigen Forsteinrichtungszeitraums“, berichtete Dischinger. Die meisten der geplanten Hiebe seien erledigt, jetzt gehe es noch um die „Feinjustierung“, damit der Gesamtplan so exakt wie möglich eingehalten und umgesetzt werden könne.

In Hauingen sollen laut Dischinger im kommenden Jahr insgesamt 3270 Festmeter Holz gehauen werden. Als Schwerpunkte des Einsatzes gelten die Sandbuckhalde mit tausend sowie die Soormatttalhalde und der Bereich Jungholz mit jeweils 600 Festmetern, gefolgt von kleineren Hieben am Haberackerweg und im Stockert.

Rund tausend Eichen sollen im Stockert und tausend Stück Ahorn im vorderen Bereich Haberacker neu gepflanzt werden. Kulturpflege, so Dischinger, sei auf 3,3 Hektar vorgesehen. Jungbestandspflege erfolge auf 8,8 Hektar, sogenannte Schlagpflege (nach planmäßigem Holzhieb) auf neun Hektar.

Die 740 Hektar große Gemarkung Hauingen ist mit 445 Hektar und somit zu rund 60 Prozent mit Wald bedeckt. Ihr Anteil an der Gesamtfläche liegt damit über dem Durchschnitt von Baden-Württemberg (34 Prozent) und dem des Landkreises Lörrach (48 Prozent).

Der hohe Waldanteil blieb trotz früher und starker Besiedlung erhalten. Der überwiegende Teil des Waldes (70 Prozent) gehört der Gemeinde, zu zehn Prozent ist das Land Eigentümer, 19 Prozent entfallen auf private Eigentümer und ein Prozent auf andere Gemeinden, zum Beispiel Weil am Rhein.

Nach den Zerstörungen durch den Orkan Lothar im Dezember 1999 war die Erholungsfunktion stark beeinträchtigt. Mittlerweile sind infolge natürlicher Regenerationsfähigkeit jedoch kaum mehr Schäden sichtbar.