Müllheim Deutlich mehr Einbrüche

Weiler Zeitung, 08.09.2014 23:34 Uhr

Müllheim. CDU-Bundestagsabgeordneter Armin Schuster nutzt die parlamentarische Sommerpause für Gespräche zum Themenkomplex Innere Sicherheit. Dabei sei ihm wichtig, Themenfelder zu analysieren, die auf Bundesebene relevant seien, aber auch Bezüge zu seinem Wahlkreis Lörrach-Müllheim aufwiesen, so Schuster. In diesem Zusammenhang besuchte Schuster auch das Polizeirevier Müllheim. Revierleiter Dieter Seywald und sein Vertreter Ernst Ranft hießen den Abgeordneten willkommen. Seywald skizzierte die Organisation des Polizeireviers Müllheim mit seinen Polizeiposten in Bad Krozingen, Heitersheim, Neuenburg sowie Staufen. Jahr für Jahr würden die Beamten rund 4300 Straftaten bearbeiten. Mit regelmäßig über 40 Prozent spiele die Diebstahlkriminalität eine entscheidende Rolle. Stark zugenommen hätten die Wohnungseinbrüche, so Seywald. Waren es 2011 und 2012 im Revierbereich noch knapp unter 100 Einbrüche, fand im vergangenen Jahr mit 203 Wohnungseinbrüchen mehr als eine Verdoppelung statt. Im ersten Halbjahr 2014 war mit 169 Wohnungseinbrüchen noch einmal eine ganz erhebliche Steigerung zu verzeichnen. In den vergangenen beiden Monaten seien die Zahlen zwar deutlich zurückgegangen, aber das sei auch in den Sommermonaten der vergangenen Jahre so gewesen. Gleichwohl erlebe das Polizeirevier Emmendingen derzeit mit rund 50 Einbrüchen in weniger als zehn Tagen das Gegenteil, hieß es. Weil es offenkundig sei, dass ein großer Teil der Täter aus Frankreich anreise und sich nach den Einbrüchen dort wieder aufhalte, hält es Armin Schuster für besonders wichtig, dass eine intensive und gut funktionierende Binnen-Grenzfahndung stattfinde. Dies sei in erster Linie eine Aufgabe der Bundespolizei, die aber durch den anhaltend hohen Zuwanderungsdruck stark gebunden sei. Wieder einmal beweise sich aber die Notwendigkeit solcher Binnengrenzen-Fahndungsmaßnahmen, was laut Schuster leider in Europa nicht überall so gesehen werde. Für den Bundestagsabgeordneten sind auch gemeinsame Einsätze aller Beteiligten (Bundes- und Landespolizei, Zoll) sowie der französischen Nachbarn im grenznahen Raum unverzichtbar.

 
 

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