Müllheim Mehr Straftaten im Jahr 2016

Weiler Zeitung, 21.04.2017 23:24 Uhr

Von Claudia Bötsch

Die Zahl der Straftaten ist im Revierbereich Müllheim leicht gestiegen, gleichzeitig sank die Aufklärungsquote: Dies geht aus der Kriminalstatistik 2016 hervor, die Revierleiter Dieter Seywald, sein neuer Stellvertreter Roland Hanser und Daniel Haas der Presse vorstellten.

Müllheim. Der Zuständigkeitsbereich des Polizeireviers Müllheim umfasst insgesamt 13 Gemeinden mit rund 92 000 Einwohnern. Das Gebiet reicht von Auggen bis Bad Krozingen. Etwa 80 Beamte sind im Einsatz.

Insgesamt 5133 Straftaten wurden im vergangenen Jahr für den Revierbereich verzeichnet: Das sind 136 mehr als im Vorjahr (plus 2,7 Prozent). Gleichzeitig ging die Aufklärungsquote auf 54,6 Prozent zurück (minus zwei Prozent).

„Der größte Brocken“ sind laut Revierleiter Seywald die Diebstähle mit 39 Prozent. An zweiter Stelle rangieren Vermögens- und Fälschungsdelikte (16 Prozent). Es folgen Sachbeschädigung (zwölf Prozent) und Rohheitsdelikte (elf Prozent), darunter fallen Körperverletzungen.

Bei den Wohnungseinbruchsdiebstählen ist die Zahl leicht von 130 auf 127 im Revierbereich gesunken, nachdem 2014 ein negativer Spitzenwert von 278 Einbrüchen verzeichnet worden war (wir berichteten). Dieser Bereich bildet einen Schwerpunkt der Arbeit des Polizeireviers, in Prävention und Kontrollen werden viele Einsatzstunden investiert.

Wichtiger Gefährdungsparameter für die Polizei ist die so genannte Häufigkeitsziffer, die eine Abschätzung über das Risiko liefert, Opfer einer Straftat zu werden. Für den Revierbereich Müllheim lag sie bei 5580 (2015: 5560), was in etwa dem Landeswert entspricht (5599). Zum Vergleich: Im Landkreis Lörrach lag die Häufigkeitsziffer bei 9696, in der Stadt Freiburg bei 12 745.

Die Kriminalitätsschwerpunkte folgen der Einwohnerstärke, erläuterte Seywald. Dementsprechend hoch sind die Häufigkeitsziffern in den Städten Müllheim mit 7255 (2015: 6876), Neuenburg am Rhein mit 6556 (2015: 6993) und Bad Krozingen mit 5810 (2015: 6542). „Spitzenreiter“ ist jedoch wie im Vorjahr Auggen mit 8467 (2015: 7967). Dies liegt indes darin begründet, dass die Bundespolizei bei Kontrollen im Zug oftmals Auggen als Tatort festhält.

Ins Auge sticht zudem der Kurort Badenweiler: Dort stieg die Häufigkeitsziffer von 3231 auf 6074. Der Grund ist eine Betrugsserie im Bereich der Internetkriminalität, die aufgeklärt werden konnte.

Besonders sicher lebt es sich in Ballrechten-Dottingen, Sulzburg und im Münstertal. Das lässt sich vor allem durch die relativ abgeschiedene Lage erklären und dadurch, dass laut Polizei die grenzüberschreitende Kriminalität eine sehr große Rolle spiele.

 
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