Rheinfelden Das Sankt Josefshaus lernt

Die Oberbadische, 15.03.2017 20:13 Uhr

Rheinfelden-Herten. Wie kaum eine andere Branche ist die Sozialwirtschaft ständig von umfassenden Veränderungsprozessen betroffen. Es zeichnet sich nicht ab, dass sich das in Zukunft ändern wird. So entwickelt sich das Sankt Josefshaus hin zu einer lernenden Organisation.

„In lernenden Organisationen geht es darum, dass Führungskräfte die Kompetenz erhalten  "selbstlernend zu bleiben"“, beschreibt die Personalchefin des Sankt Josefshauses, Beate Pfriender-Muck, die Situation. Dazu fördert das St. Josefshaus seine Führungskräfte mit dem Entwicklungsprogramm „TrendFuture“. Die Führungskräfte lernen dabei die ständigen Veränderungen quasi zu managen.

Das Besondere an dem Programm TrendFuture ist, dass nicht nur das Lernen selbst zum Thema der Weiterbildung wird, sondern auch die Inhalte, die wie bei einer Bedarfsanalyse gemeinsam mit den Lernenden, also den Führungskräften entwickelt werden.

„Gefragt wird immer: Was hat dieses Thema für eine Bedeutung für mich, für meine Arbeit, für das Sankt Josefshaus, für die Gesellschaft?“ erläutert Stefanie Klott von der Katholischen Hochschule Freiburg, die das Programm begleitet. Sie gehörte schon dem Projektteam an, als das Programm entwickelt wurde. „Für die Teilnehmer wird das ein Jahr dauernde Programm so zu einer intensiven Lernzeit on the Job.“

Da es im Kern um die Gestaltung des Wandels geht, bilden die Lernfelder „Change Management“ und „systemisches Denken und Handeln“ den roten Faden der Weiterbildung. Hier lernen die Führungskräfte schon von Anfang an, Veränderungen als Chance zu begreifen und sie strategisch zu gestalten. Sie erkennen dabei, dass gerade lebenslanges Lernen das zukünftige Kernthema ist.

Themen wie „Gender und Diversity“ sowie „Demographie und Gesundheit“ führen dabei den Blick auf ganz aktuelle Fragestellungen, von denen das St. Josefshaus betroffen ist. Es geht dabei um die Fragen: Wie gestalte ich die Zusammenarbeit von Generationen? Welchen Einfluss hat mein eigenes Gesundheitsverhalten auf meine Mitarbeiterinnen? Wie kann Arbeit bis ins Rentenalter hinein gesundheitsförderlich sein? Wie kann die Vielfalt der Mitarbeiter an Alter, Geschlecht, Kultur et cetera sinnvoll genutzt werden?

„Mir ist bei diesem Lehrgang sehr deutlich geworden, wie wichtig es für meinen Beruf ist, dass ich mich auf stetige Veränderungen und lebenslanges Lernen einstelle“, sagt Isabella Pöhlmann, die das einjährige Programm durchlaufen hat. „Während des Lehrgangs konnte ich mir jetzt die notwendigen Kompetenzen aneignen, die ich benötige, um die kommenden Veränderungsprozesse mitzugestalten.“

 
 

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