Rheinfelden Höchster Feiertag auf dem Dinkelberg

Die Oberbadische, 17.07.2017 23:01 Uhr

In Eichsel herrschte am Sonntag Hochbetrieb. Nicht nur fast das ganze Dorf war auf den Beinen, zahlreiche Besucher aus den umliegenden Gemeinden waren ebenfalls auf den Dinkelberg gekommen, um den Eichsler Umgang zu Ehren der drei heiligen Jungfrauen Kunigunde, Mechtrudis und Wibranda zu feiern.

Von Petra Wunderle

Rheinfelden-Eichsel. Die Gäste hatten sich alle fein herausgeputzt. Eine Dame begrüßte ihre Freundin mit dem Kompliment „Schick bist du heute“, worauf diese spontan antwortete: „Es ist ja schließlich der höchste Feiertag in Eichsel.“

Eine Augenweide bot sich rund um die Kirche: Eigens für das Traditionsfest zauberten Mädchen und Jungen in den frühen Morgenstunden unter der Leitung von Susanne Grauf und Franziska Gerwig farbenprächtige Teppiche aus Sägemehl und Blumenblüten rund um den Otto-Deisler-Platz. Mit lauten Böllerschüssen des Eichslers Edmund Büllmann wurde die Bevölkerung um Punkt 7 Uhr geweckt, um dann später am Festgottesdienst in der Sankt-Gallus-Kirche teilzunehmen.

Parallel dazu fand in der Pfarrscheune ein Wortgottesdienst für die Kinder statt. Für den musikalischen Rahmen sorgte der Eichsler Kirchenchor, unterstützt von den Freunden aus Karsau. Dirigentin Llucia Julbe brillierte mit einem wunderbaren Solopart. An der Orgel saß Tobias Voegele.

Der Kirchenchor und die Blaskapelle Eichsel begleiteten die anschließende Prozession. Andächtig pilgerten die Gläubigen durch die Straßen, die Buben schwenkten Fähnchen, und die Mädchen streuten Blumen.

Rahmenprogramm

Den Schlusssegen gab Vikar Christian Wolff am Altar unter freiem Himmel. Er feierte an diesem Tag seinen 30. Geburtstag, dazu gratulierte ihm beim weltlichen Teil dann auch Oberbürgermeister Klaus Eberhardt.

Auf dem kleinen Festplatz vor dem Gemeindezentrum herrschte gleich zu Beginn Trubel. Die Menschen suchten sich ein schattiges Plätzchen im Festzelt. „Es freut mich, dass so viele zu unserem Traditionsfest zu Ehren der drei heiligen Jungfrauen gekommen sind. Für viele ist das eine Selbstverständlichkeit. Mein Dank gilt der IG Eichsler Umgang und all jenen, die helfen, die Veranstaltung aufrecht zu erhalten“, lobte Ortsvorsteher Reinhard Börner. Am Nachmittag spielten die Jungmusik aus Degerfelden und der Musikverein Adelhausen. Neben einem kleinen Markt wurde eine Kaffeestube geboten, die Kinder kamen beim Seildrehen, auf der Hüpfburg sowie beim Schminken auf ihre Kosten, und Hans Strobel lud zu Führungen durch die Kirche und den Ausstellungsraum „Kirchenschätze“ ein.

 
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