Rheinfelden Tafelladen hat ein neues Zuhause

Die Oberbadische, 11.08.2017 23:00 Uhr

Der Rheinfelder Tafelladen ist umgezogen. Bereits seit gut drei Wochen in Betrieb, wurde die Einrichtung nach dem Umzug von der Nollinger in die Friedrichstraße 6 (hinter dem sozialen Kompetenzzentrum im alten Rathaus) am Donnerstag offiziell eingeweiht.

Von Gerd Lustig

Rheinfelden. „Wir sind ohne Wehmut eingezogen, haben wir doch hier beste Voraussetzungen für Mitarbeiter und Kunden“, machte Helmut Moser, Vorsitzender des Vereins Rheinfelder Tafel, vor rund 50 geladenen Gästen aus Politik, Nachbartafelvereinen und Ehrenamtlichen deutlich. „Jetzt muss niemand mehr auf dem Bürgersteig an einer Hauptstraße stehen“, wertete er als größten Vorteil. Zwölf Jahre lang war der Tafelladen in der Nollinger Straße beheimatet, wo ein modernes Geschäfts- und Wohnhaus entstehen soll. Der Umbau des neuen Tafelladen-Domizils hatte rund fünf Monate gedauert. Möglich geworden ist die Sache durch den Umzug der Wohnbau in die ehemalige ED-Villa beim Zoll.

„Wir freuen uns, dass es mit dem Tafelladen weitergeht, und das in einem schönen Gebäude und an prominenter Stelle“, betonte Oberbürgermeister Klaus Eber­hardt für die Stadt. Der Tafelladen sei seit zwölf Jahren ein Erfolgsmodell. Nicht von ungefähr sei es gewesen, dass die Einrichtung im Jahr 2013 auf den Preis der Bürgerstiftung erhalten habe. Die Idee der Tafel habe nach wie vor Aktualität in der Gesellschaft, zumal die Verschiedenheiten ja weiter zugenommen hätten. Anerkennung sprach er dem Vorsitzenden und seinem Team für beharrliche und kontinuierliche Arbeit rund um die Rheinfelder Tafel aus. Lob gab es auch für das gelungene bauliche Konzept in dem denkmalgeschützten Haus. „Hier wurde eine hohe Gestaltungsqualität realisiert“, sagte er in Richtung Wohnbau GmbH, die das Projekt mit erheblichem Aufwand gestemmt und die Zukunft des Tafelladens gesichert habe.

Dieter Burger, Geschäftsführer der Wohnbau GmbH, sprach beim Tafelladen von einer Bereicherung für die Stadt. Es habe sich um keine einfache Baustelle gehandelt. Im Zweifelsfall sei aber stets pro Tafel entschieden worden. „Es handelt sich zwar um ein Non-Profit-Projekt, doch allein schon vom sozialen Auftrag her war es all die Anstrengungen wert“, so der Geschäftsführer, der insgesamt von einem gelungenen Projekt sprach. „Es ist so etwas wie Hiebers Lädele operated by Rheinfelder Tafel“, formulierte er. Als Projektleiter zeichnete Dieter Model verantwortlich. Die Kosten für den gesamten Umbau, des Gebäudes, wobei auch ein neues Dach erforderlich war, lagen bei rund 220 000 Euro. 25 000 Euro davon kamen als Zuschuss durch das Städtebauförderprogramm. Der Verein Rheinfelder Tafel ist ab sofort Mieter des Gebäudes, in dessen Obergeschoss neben Sozialräumen und Toiletten und sogar Duschen auch eine Küche entstanden ist.

 
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