Rheinfelden Tschamberhöhle muss offen bleiben

Die Oberbadische, 07.02.2017 22:27 Uhr

Von Gerd Lustig

„Die Tschamberhöhle muss für Besucher zugänglich bleiben, sie ist eine der Hauptsehenswürdigkeiten von Rheinfelden.“ Das sagt Gabriele Zissel, Leiterin Stadtmarketing und Tourismus innerhalb der Wirtschaftsförderung und Standortentwicklung GmbH (WST), derzeit nicht ohne Grund.

Karsau-Riedmatt. Mehr als 50 Jahre lang haben sich die Mitglieder des Schwarzwaldvereins Karsau um die Höhle gekümmert, jedoch bereits im vergangenen Jahr signalisiert, aus gesundheitlichen und Altersgründen der Mitglieder ab dieser Saison deutlich kürzer zu treten. Und das heißt: Der Verein übernimmt nur noch die gebuchten Führungen unter der Woche. Weil es aber auch künftig eine Öffnung der Karsthöhle an den Sonntagen geben soll, wird bei der WST an einem neuen Modell gebastelt.

„Geplant ist die Gründung einer IG Tschamberhöhle“, verrät Zissel. Dafür ist sie seit einiger Zeit auf der Suche nach Interessenten. Einige hat sie, die sie ja selbst zu den Aktivisten zählt und bereits in der vergangenen Saison einige Male „Höhlendienst“ gemacht hat, bereits gefunden. Anfang März (der Termin steht allerdings noch nicht genau fest) will sie ein Treffen einberufen, um mit den hoffentlich dann zahlreichen Höhlen-Freunden für die Zukunft etwas auf die Beine zu stellen. Gesucht werden vor allem engagierte Höhlenführer auf Honorarbasis sowie auch weitere Mitwirkende für Werbung und einfache Wartungsarbeiten. Der Schwarzwaldverein Karsau, dem die Tourismus-Chefin für die langjährige wunderbare Arbeit sehr dankt, steht überdies mit drei Aktiven zur Unterstützung bereit.

Eines macht die Tourismus-Frau aber deutlich: „Es muss in nächster Zeit ein tragfähiges Zukunftskonzept für di Tschamberhöhle her.“ Ob das die Stadt, die WST oder eventuell ein noch zu gründender Verein sein wird oder sein kann, ist derzeit noch offen. Es gelte vor allem, noch jede Menge rechtliche Dinge abzuklären. Klar ist indes: TÜV-zertifiziert ist die Höhle noch bis Jahr 2021 Und Fakt ist aber auch: Unterhalt und Wartung der touristischen Attraktion brauchen jede Menge Personal und kosten Geld. Versucht werden soll daher auch, ob Fördertöpfe im Bereich Tourismus angezapft werden können.

Tourismus-Frau Zissel hat indes ein ehrgeiziges Ziel: Die Höhle soll wie gewohnt ab dem ersten April-Wochenende wieder für Besucher zugänglich sein. Fernziel ist sogar, dass die Höhle nicht nur am Sonntag (13 bis 17 Uhr) zugänglich ist, sondern an mehr Tagen unter der Woche, unter anderem für Schulklassen.