Ringen Klare Sache bei der Heimpremiere

Die Oberbadische, 17.09.2017 16:41 Uhr

Von Rolf Rombach

Rheinfelden. Der Knoten ist nun endlich geplatzt: Der KSV Rheinfelden hat bei seiner Heimpremiere in der Regionalliga Baden-Württemberg den historischen ersten Sieg eingefahren. Trotz zweier Ausfälle besiegten die Hochrheinringer im südbadischen Derby den KSV Taisersdorf souverän mit 22:7.

Zum Auftakt verpasste Trainer Sulejman Ajeti (57 kg Freistil) den Drei-Punkte-Sieg durch eine Verwarnung kurz vor Schluss. Für Mattenleiter Torsten Baumgartner war der Rheinfelder zu passiv, weswegen der Vorsprung auf 10:3 schmolz. Für den gesperrten Luillys Perez Mora (wir berichten noch ausführlich) sprang Roland Berde bis 130 Kilo ein, der gegen den 28 Kilogramm schwereren Frank Höfler chancenlos war.

Richtig zu jubeln begann die Halle, als KSV-Junior Patrick Hinderer (61kg-Greco) ein ungefährdetes 9:0 einfuhr. Nach einem dezenten Abtasten in der ersten Runde schickte Vyacheslav Sugako (98 kg-Freistil) seinen Gegner mit einem Dreher aus der Kopfklammer in der fünften Minute auf die Bretter zum Schultersieg.

Den schnellsten Kampf des Abends bestritt Vincent von Czenstkowski (66 kg-Freistil), der in weniger als zwei Minuten als Überlegenheitssieger zum 13:4-Pausenstand von der Matte ging .

Der wieder genesene Hayk Hernandez Perez (86 kg-Greco) zeigte sich nach seiner Kampfpause in starker konditioneller Verfassung. Der zunächst gleichwertige Vergleich wurde in der zweiten Runde sehr einseitig, weswegen der Ringer im blauen Trikot kurz vor der Disqualifikation stand. Hernandez Perez machte dann aber kurzen Prozess und schulterte Simon Weißhaar.

Für Fabian Wepfer (71 kg-Greco) machten sich erneut die Gewichtsnachteile in der neuen Klasse bemerkbar. In einem dennoch engen Kampf unterlag er 6:8. Für den verletzen Sebastian von Czenstkowski konnte nach einjähriger Pause Murat Argin reaktiviert werden. Bis 80 Kilogramm im Freistil ging er mit einem Konterwurf 4:0 in Führung und verteidigte diese souverän, womit der Heimsieg der Rheinfelder bereits feststand.

Andrius Reisch (75 kg-Freistil) sicherte sich ein 11:1, wobei er zwei Mal sogar von Patrick Käppeler ausgehoben wurde. Reisch konnte sich beide Male jedoch gut aus der Affäre ziehen und holte drei Teamzähler. Der Schlusskampf ging dann mit 6:1 nochmals an die Gäste, die mit Andreas Rinderle (75 kg-Greco) einen Topmann für Manuel Kingani parat hatten.

Nach dem Kampf vor über 280 Zuschauern freute sich KSV-Coach Sascha Oswald sichtlich über den ersten Erfolg seines Teams: „Alle haben das umgesetzt, was sie zu tun hatten. Dennoch bin ich ein wenig überrascht über die Höhe des Erfolgs. Darauf lässt sich nun aufbauen.“

 
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