Schönau Familiäres Kuddelmuddel

Markgräfler Tagblatt, 21.04.2017 16:35 Uhr

Wieden (ib). Da sollte es Bauer Max doch glatt vom Stuhle fegen: Urplötzlich war er Vater eines erwachsenen Sohnes. Hinzu kam, dass er zum Schwiegervater gemacht wurde – von der eigenen Tochter. Familiäres Wirrwarr also bei den Grieshofers, dargeboten als Schwank am Ostersonntag in der Halle von der bewährten Theatergruppe des Männergesangvereins Wieden um Leiterin Nicole Sprich.

„Kuckuckskinder“ lautete der Name der einstündigen Aufführung, und wenig verwunderlich war es, dass es eben auch um Kuckucksväter und -mütter ging. Ein anderer sei schneller gewesen, teilte Bäuerin Christine dem Gatten staubtrocken mit, damals halt, vor 25 Jahren. Wie gut, dass auch Max Delikates zu beichten hatte, ein Fehltritt, der jetzt auf den Hof schneite, um Tochter Eva zu ehelichen.

Das Kuddelmuddel aufzudröseln war Inhalt der Handlung, von der Regisseurin geschickterweise auf Wieden zugeschnitten. Einen zweiten Erzählstrang bildete der Kauf eines Bulldogs, gepriesen als edles Ackergerät, das sich als Fehlinvestition entpuppte.

Viele Lachmomente spickten die Spieldauer, zuzuschreiben einem herrlich begriffsstutzigen Bauern (Alexander Walleser) und seinem verklemmten Sohn (Simon Behringer). Ein Übriges trug die Hofherrin (Marina Maier) bei, und weiter Michael Fischer (Nachbar), Lisa Walleser (Eva), Michael Sprich (gaunerischer Verkäufer) und Antonia Kiefer (Jugendliebe). Die Technik, die einen waschechten Crash erschallen ließ, oblag Elias Asal. Für die Maske sorgte Nadine Fass.

Verdienten Applaus spendete das putzmuntere Publikum kurz nach Mitternacht, denn anwachsende Turbulenzen sicherten die volle Aufmerksamkeit.