Schönau „Mit großen Schritten schnell voran“

Markgräfler Tagblatt, 13.09.2017 19:38 Uhr

„Es geht mit großen Schritten schnell voran“, sagte Bürgermeister Peter Schelshorn mit Blick auf die Bebauung des ehemaligen Bahngeländes in der Friedrichstraße: Einstimmig billigte der Gemeinderat am Montag den Bauantrag für ein Mehrfamilienhaus.

Schönau (jab). Geplant wird dieses von der Firma SR Projektbau aus Wembach. Entstehen sollen 15 Wohnungen auf drei Vollgeschossen und einem Dachgeschoss. Im Grundsatz sind die Pläne längst bekannt; tatsächlich hatte der Gemeinderat den bestehenden Bebauungsplan eigens auf die konkreten Pläne hin geändert und zugeschnitten.

Der Bauantrag wich nun aber doch wieder von der eben beschlossenen Änderung ab: Der Plan fordert nämlich, die vierte Etage „zwingend als Attikageschoss auszubilden“, dessen Wände an mindestens drei Seiten um mindestens einen Meter gegenüber dem unterliegenden Geschoss nach innen gerückt sind. Eben das aber ist im nun gebilligten Antrag denn doch nicht durchgängig der Fall, so dass die Gebäudeansicht in Richtung Ärztehaus komplett als viergeschossige Front daherkommt. Den Unterschied aber, so die nonchalante Einschätzung von Bauamtsleiter Klaus Steinebrunner, nehme man doch eigentlich gar nicht so wahr.

Dem wollte FW-Gemeinderat Jesko Anschütz sich denn doch nicht ohne Weiteres anschließen. „Sinn ist ja schon, dass man keinen vierstöckigen Klotz sieht“, übersetzte Jesko Anschütz die Verwaltungsvorschrift ins Ästhetische . „Den sehe ich hier aber schon“. An dieser Stelle sei das „Jacke wie Hose“, erklärte Anschütz mit Blick auf die Lage des Grundstückes, „grundsätzlich aber überzeugt mich die Argumentation nicht“.

Für einiges Kopfzerbrechen hatte in den bisherigen Beratungen des Bauprojekts die schwierige Zufahrt zu dem Grundstück gesorgt: Diese liegt nicht direkt an einer Straße, sondern ist zwischen bestehenden Gebäuden an Friedrich- und Bahnhofstraße eingekeilt. Die Zufahrt soll nun zwischen Ärztehaus und Steuerberatung (ehemalige Post) hindurchführen.

Der Bauplatz gehört derzeit noch der Stadt; verkauft werden soll er kommende Woche, erklärte Bürgermeister Schelshorn.

 
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