Schönau „Wir brauchen nicht nur Ideologien“

Markgräfler Tagblatt, 20.08.2015 23:01 Uhr

Schönau (sc). Guido Wolf, CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl, machte auf seiner Sommertour am Donnerstag Station bei der Firma Stiegeler Internetservice. Bei dem Unternehmerbesuch ging es unter anderem um die Breitbandversorgung.

Alexander Knobel, Prokurist der Firma Stiegeler, übernahm die Begrüßung. Er konnte unter anderem Ulrich Lusche (MdL), Armin Schuster (MdB), Vertreter aus CDU-Kreisverband und -Stadtverband sowie mehrere Bürgermeister willkommen heißen.

Geschäftsführer Felix Stiegeler sprach von der Herausforderung der Breitbandversorgung im ländlichen Raum. Es gelte, herauszufinden, wie man an schnelles Internet komme sowie welche Dienste angeboten werden können. Er zeigte Möglichkeiten, wie man ans Netz angeschlossen werden kann.

„Wir nahmen es selbst in die Hand“, berichtete Stiegeler und stellte verschiedene Projekte vor, die anschließend von Bert Kelz (stellvertretender Bürgermeister von Hohentengen) und Alexander Tröndle (Bauverwaltung Brigachtal) näher erläutert wurden. In beiden Gemeinden fehlte die Breitbandversorgung in vielen Haushalten. Durch Eigenbetriebe, neue gemeindeeigene Anschlüsse und die Firma Stiegeler als Provider konnte dem entgegen gewirkt werden.

Die Hürden des Alltags seien Planungssicherheit, Abhängigkeit und die Finanzierung, so Felix Stiegeler. Im Ausblick kam er auf die Stärkung kleiner Firmen und die Netzneutralität zu sprechen. „Es sollte gleiche Inhalte für alle geben“, sagte Stiegeler.

Obwohl er ein großer Befürworter des Ausbaus der Verkehrs-Infrastruktur sei, halte er den Ausbau der Breitband-Infrastruktur für noch wichtiger, sagte CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf. „Man gibt mir mit auf den Weg, dass Stärke auch in kleinen Lösungen liegen kann“, so Wolf. Auch die „Kleinen“ sollten im Wettbewerb eine Chance haben. Er lobte den „interessanten Einblick“, fand den Blick auf den Glasfaserausbau „beispielhaft“ und wünschte sich „mehr mutige Kommunen“. „Baden-Württemberg muss Pioniere noch besser unterstützen“, sagte Guido Wolf. Der Ausbau dürfe nicht abhängig sein von der finanziellen Leistungsfähigkeit einer Gemeinde. Man solle das Ziel verfolgen und an Glasfaser festhalten, „denn da steckt die Zukunft“, meinte Wolf.

Er wolle Baden-Württemberg zu einem Land machen, dass „als Speerspitze“ agiere in der digitalen Revolution. „Das gibt es nicht zum Nulltarif“, stellte er dann klar. In den nächsten fünf Jahren würde eine halbe Milliarde investiert werden.

Seine Tour sei auch dazu gedacht, Impulse zu sammeln, so Wolf. „Wir brauchen mehr Realitätsbewusstsein, mehr Mut und nicht nur Ideologien“, schloss er. Anschließend bestand bei einem Stehempfang noch die Möglichkeit für persönliche Gespräche.

 
 

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