Angesichts des Winters scheinen die Schopfheimer vom Fernweh gepackt zu sein. Mit großer Sehnsucht nach einem Tapetenwechsel strömten am Sonntag die Besucher in Scharen in die Stadthalle zum 6. „Tag der Reise“, zu dem der Völz’sche Familienbetrieb eingeladen hatte.

Von Petra Martin

Fotostrecke6 Fotos

Schopfheim. Familie ist das richtige Stichwort, denn als solche versteht sich die große „Gemeinde“ von Reiselustigen, Vereinen, Anbietern, Hoteliers und Tourismus-Experten aus ganz Europa, die gestern von Birgit und Walter Völz sowie von Bürgermeister Christof Nitz im Namen der Stadt unterm Kupferdach willkommen geheißen wurden. Für einen Tag sei „Schopfheim der Nabel der Welt“, sagte Bürgermeister Nitz, der sich über den Besuch der Reiseprofis von Nord- bis Südeuropa freute.

Das Team von „Völz-Reisen“ hatte keine Mühe gescheut, den „Tag der Reise“ wieder zum attraktiven Veranstaltungshöhepunkt im Januar werden zu lassen. Fahnen aus den Ländern, die als Ziele angesteuert werden, vermittelten internationales Ferienflair. Und den Partnern von „Völz-Reisen“ aus den zahlreichen europäischen Ländern war kein Weg zu weit: Von Oslo bis Süditalien kamen sie angereist, um den Besuchern die Besonderheiten ihrer Ferienregionen schmackhaft zu machen - im wahrsten Sinne des Wortes. „Probiererle“ gab es an jedem Stand, ob „Pfefferbeißer“ aus dem Schuttertal, Mandarinen, Bauernbrot oder Hochprozentiges aus den Bergen. Sogar ein Spanferkel aus den Abbruzzen wurde vor den Augen der Besucher in mundgerechte Portionen geteilt - die Küche des Gastlandes zu kosten, ist nicht weniger wichtig als das Besichtigen von Sehenswürdigkeiten.

Manches Busreiseunternehmen mag über die Konkurrenz durch Billigfluggesellschaften klagen - nicht so „Völz-Reisen“ in Schopfheim. Die Kunden schätzen es, ein Stück vertraute alemannische Heimat mitzunehmen in die Fremde. Sie strömten in die Stadthalle, lernten ihre künftigen Gastgeber gleich persönlich kennen, informierten sich über die Quartiere - die Vorfreude auf kommende schöne Stunden und Tage fernab vom Alltag, sei es auf einem Halbtagsausflug oder einer Azorenreise, stieg beim Rundgang von Stand zu Stand sichtlich.

Stammgäste trafen sich - wie jedes Jahr - am „Tag der Reise“ und freuten sich auf ein Wiedersehen mit den Gastgebern. „Bei euch war’s am schönsten“, sagte eine Seniorin lachend zu einem Hotelinhaber. „Da denken wir gerne noch lange dran.“

Kein Wunder, wenn dann erneut die Lust zu reisen aufblüht. Den Anbietern wurden die Kataloge buchstäblich aus den Händen gerissen, und auch das Schopfheimer Reisebüro „Check in“ war ein gefragter Ansprechpartner.

Reiseerlebnisse wurden ausgetauscht

Insgesamt waren 26 Teilnehmer aus ganz Europa vertreten, die ihr Bestes gaben, um die Menschen hier zu überzeugen, dass sich ein Besuch im Stubaital, ein Urlaub an der Adria, eine Moselfahrt, ein musikalischer Schwarzwald-Trip mit den „Knastbrüdern“ Christian und Jeannot Weißenberger­, der Besuch des Oktoberfests auf der Zugspitze oder ein Aufenthalt im Erzgebirge lohnen - Reiseerlebnisse konnte man beim Schlendern vorbei an den geschmückten Tischen zuhauf vernehmen.