Schopfheim „Das war keine Retourkutsche“

Markgräfler Tagblatt, 13.09.2017 00:00 Uhr

Schopfheim (ma). Den Vorwurf, den Hasler Gemeinderäte in einem offenen Brief im August gegen die Stadt Schopfheim erhoben hatten, das Nutzungsverbot eines Wegs für Transporter zum Hasler Windpark sei eine „Retourkutsche“ dafür, dass sich Hasel nicht an einem gemeinsamen Flächennutzungsplan beteiligt habe, wies Bürgermeister Nitz bei der Gemeinderatssitzung zurück. Es handele sich nicht um eine Retourkutsche. Freilich müsse sich jeder, der einen Windpark haben wolle, Gedanken über die Zuwegung machen.

Nitz äußerte sich auch zur verbotenen Wegnutzung von Lastern auf Gersbacher Gemarkung. Hier sei das Ordnungsamt tätig gewesen. „Wir sprechen ein Bußgeld aus.“ Allerdrings räumte Nitz ein, dass dieses „lächerlich gering“ sei. Mehr könne die Stadt aber nicht unternehmen. Das Ordnungsamt könne nicht andauernd Posten an den Weg entsenden. Wenn Bürger eine verbotswidrige Nutzung feststellten, könnten sie dies aber melden und Anzeige erstatten.

Wie sich die EnBW in Sachen verbotene Wege verhalte, sei „ein Unding“, meinte unterdessen der Gersbacher Ortsvorsteher Christian Walter. Es würden Weidezäune abgehängt, über Weiden gefahren, wobei dann das Vieh ausbüchsen könne, und verbotene Wege würden für die Lasterfahrer mit Markierungsspray angezeigt.

Im übrigen habe er kein Verständnis dafür, dass der Konzern vom Landratsamt vier Wochen Zeit eingeräumt bekommen habe, um eine Stellungnahme zum ­neuesten Rotmilan-Gutachten abzugeben.

Außerdem müsse man erwähnen, dass die Baustellen für den Windpark Gersbach viel aufgeräumter und professioneller ausgesehen hätten als jetzt die für den Windpark auf dem Glaserkopf.

 
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