Schopfheim (wm). „Michael Straub war überall präsent, wo es etwas zu entscheiden gab“. Dieses Lob zollte Bürgermeister Christof Nitz dem scheidenden Grünen-Stadtrat bei der offiziellen Verabschiedung am Montagabend im Gemeinderat. „Überraschend“ sei der angekündigte Rückzug schon gewesen, erklärte das Stadtoberhaupt, habe Straub doch viele Jahre als Kommunalpolitiker auf dem Buckel. Seit 1989 im Gemeinderat, habe Straub im Laufe der Zeit in ausnahmslos allen Ausschüssen und Arbeitskreisen mitgewirkt, die es jemals gab. Auch im Kreistag und in sozialen Einrichtungen sei er stets „an vorderster Front“ aktiv. Der Bürgermeister bescheinigte dem scheidenden Stadtrat der Grünen ein „vorbildliches soziales Engagement“ und ein „großes soziale Herz“. Er wolle nicht verhehlen, so Christof Nitz, dass er mit Straub nicht immer einer Meinung gewesen sei. Gleichwohl habe der Stadtrat seine Meinung immer sehr detailliert begründen können. Straub habe in vielen Bereichen seine Spuren hinterlassen und in vielen Entscheidungen sei seine Handschrift durchaus erkennbar, so Nitz. Für seine langjährigen Einsatz im Gemeinderat bekam Straub vom Bürgermeister den großen Golddukaten der Stadt überreicht. Dann hängte sich Christof Nitz zum ersten Mal die neuen Amtskette um den Hals und verpflichtete Alison Ehrmann als Nachrückerin. Die Britin nimmt als EU-Bürgerin Platz am Ratstisch, müsste im Brexit-Fall ihr Mandat aber wieder abgeben, sofern sie bis dahin keinen deutschen Pass hat. Alison Ehrmann lebt seit 35 Jahren in Deutschland. Sie unterrichtet Englisch an der VHS und engagiert sich unter anderem bei „Schopfheim hilft“.

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