Schopfheim Ein wichtiger Beitrag zur Integration

Markgräfler Tagblatt, 13.09.2017 00:00 Uhr

Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres 2017 / 2018 begrüßten der Geschäftsinhaber des Autohauses Böhler, Michael Böhler, seine Frau Manuela Böhler-Szmerlowski sowie der technische Ausbildungsleiter und Kfz-Meister Peter Hanser-Schrenk drei neue Auszubildende.

Schopfheim. Im kaufmännischen Ausbildungsbereich starten Jonas Balzer und Bedri Berisha ihre Ausbildung zum Automobilkaufmann. Sie werden dazu die Fachschule für Automobilkaufleute in Freiburg besuchen. Im technischen Ausbildungsbereich hat das Ehepaar Böhler einem jungen Flüchtling aus Gambia, Pa-Ousman Kujabi, einen Lehrvertrag anbieten können. Pa-Ousman Kujabi ist ein Flüchtling, der mit dem Boot übers Mittelmeer geflüchtet ist und alleine nach Deutschland kam. Er hat sich innerhalb eines Jahres erhebliche Kenntnisse der deutschen Sprache angeeignet und sogar den Hauptschulabschluss erfolgreich in Deutschland abgelegt.

Zusammen mit der Genehmigung der Behörden war damit der Weg frei für einen beruflichen Start des Flüchtlings. Alle drei Azubis hatten Monate zuvor ein mehrtägiges (Schul-)Praktikum absolviert und dabei das Autohaus und die jeweiligen Abteilungen kennengelernt. Aufgrund des dabei gezeigten Interesses und erheblichen Engagements für einen der angebotenen Ausbildungsberufe haben die Geschäftsleute Böhler den beiden kaufmännischen Bewerbern einen Ausbildungsplatz zugesagt. Im Bereich der technischen Ausbildung war ursprünglich gar kein Ausbildungsplatz für dieses Schuljahr geplant gewesen. Aufgrund der bereits erworbenen sehr guten Sprachkenntnisse wollte man hier dem Flüchtling eine Chance bieten für eine weitere Integration.

Damit bildet das Autohaus Böhler nunmehr insgesamt sieben junge Leute aus: vier im kaufmännischen Bereich und drei im technischen Bereich, darunter auch eine junge Frau. Dies ist ebenso wie die Ausbildung des Flüchtlings ein Novum im Autohaus Böhler. Langfristiges Ziel der Ausbildungsstrategie der Geschäftsleute Böhler ist es, frühzeitig Nachwuchs in kleinen mittelständischen (Handwerks-)Betrieben auszubilden und auch weiter zu qualifizieren, denn die Entwicklungen heutiger und künftiger Technologien machen nicht Halt, so dass großer Wert auf die ständige Weiterqualifizierung der Mitarbeiter gelegt wird.

 
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