Schopfheim Ensembles mit hohem Niveau

Markgräfler Tagblatt, 30.11.2016 00:00 Uhr

Das Adventskonzert in der katholischen Kirche war mit Recht sehr gut besucht. Denn die Mitwirkung von Kinderchor, Kirchenchor, der Musikgruppe Intakt und Bläserquartett des Musikvereins Wiechs sorgte nicht nur für ein vielseitiges Programm, sondern auch für ein erstaunlich hohes Niveau. Schopfheim (gd). Unter der Leitung von Hermann Merath eröffneten alle Mitwirkenden die Abendmusik mit Georg Friedrich Händels „Tochter Zion“. Der Kirchenchor unter der Leitung von Andreas Mölder schlug einen gewaltigen zeitlichen Bogen vom Komponisten Johannes Eccard aus dem 16. Jahrhundert mit dessen „Über’s Gebirg Maria geht“ zu „Gegrüßet Maria“ von Johannes Brahms aus dem 19. Jahrhundert. Das Magnificat von Alan Wilson leitete zum Barock- Choral „Nun komm´ des Heiden Heiland“ von Johann Sebastian Bach über, den Andreas Mölder klug registriert auf der Emporen-Orgel darbot. Als Kontrast hierzu überraschte der Kinderchor mit den Adventsnummern „Im Advent, im Advent“ von Krenzer/Jöcker, „Der Herr wird dich mit seiner Güte segnen“ von Schlegel/Gabriel und „Lieber Gott, schick uns deine Engel“ von Andreas Hantke. Das Bläserquartett aus Wiechs mit dem Leiter Jörg Wendland spielte perfekt „Earl of Oxford´s March“ des Briten William Byrd und ergänzte mit dem Choral „Es kommt ein Schiff, geladen“, ebenfalls aus der Zeit um 1600. Danach spielte das Quartett „I know why“ von Glenn Miller, der als Flieger 1944 über dem Ärmelkanal abstürzte. Die Musikgruppe Intakt unter der Leitung von Hermann Merath überzeugte mit moderneren Liedern wie „All night, all day“, „Durch das Dunkel hindurch“, „Sage, wo ist Bethlehem“ mit der Antwort „Bethlehem ist überall“ und mit „You are light“ von Groth/Aas. Der Pianist und Organist Simon Rekers war der verlässliche Begleiter am Keyboard. Der katholische Kirchenchor gestaltete den Bach-Choral „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ in vorbildlicher Diktion und Klanglichkeit. Dazu passte exakt die Trompetenfassung des gleichen Chorals, die der Jörg Wendland von der Empore herab brillant blies, souverän von Andreas Mölder an der Orgel begleitet. Den glorreichen Abschluss der Adventsmusik bildete das Lied „In der Mitte der Nacht“, bei dem alle Mitwirkenden, auch die Gemeinde, mit einstimmten.