Schopfheim (wm). Im Stadtwald gibt es „Licht und Schatten“: Diese Botschaft hatte Forstbereichsleiter Martin Groß für die Stadträte im Gepäck, als er den Wirtschaftsplan für 2017 erläuterte.

Im abgelaufenen Jahr habe es viel geregnet, das habe den Bäumen gut getan, dem Borkenkäfer hingegen überhaupt nicht. Auf der anderen Seite schreite das Eschentriebsterben weiter voran, und auch die Holzpreise befinden sich nach seinen Worten auf dem absteigenden Ast.

Das schlägt auch auf die Bilanz des Stadtwaldes durch. Bei einem „normalen Hiebsatz“ von rund 11 000 Festmeter bleibt unterm Strich lediglich ein Gewinn von rund 86 000 Euro übrig.

Auf der Ausgabenseite schlagen „enorme Pflegemaßnahmen“ (Groß) zu Buche. Zwar sei die Esche im Stadtwald nur zu drei Prozent vertreten, doch vor allem am Entegast sei sie „relativ stark“ vorhanden, so der Forstbereichsleiter. Dies stelle vor allem ein „Verkehrssicherungsproblem“ dar.

Wegen des Eschensterbens sei der Aufbau „klimastabiler Mischwälder“ vordringliches Ziel, so Groß. Labile Baumarten wie Esche und Ulme müsse man entnehmen und durch stabile Baumarten ersetzen. Dies bedinge auch die Sicherung und Pflege der Kulturen, Naturverjüngungen und Jungbestände.

Im intensiv genutzten Wald in Stadtnähe sind 2017 erhebliche Sicherungsmaßnahmen notwendig. Allein die Sanierung der historischen Stützmauer bei der Baierhütte verschlingt 65 000 Euro.