Schopfheim Junge Flüchtlinge drücken gemeinsam die Schulbank

Markgräfler Tagblatt, 15.02.2015 23:04 Uhr

Schopfheim. Seit Beginn des Schuljahres gibt es an der Gewerbeschule Schopfheim eine Klasse mit der Bezeichnung „VAB-O“.

In dieser Klasse sind Flüchtlinge und Asylbewerber aus Mali, Somalia, Syrien, der Slowakei und Italien. Die Jugendlichen sind zwischen 16 und 19 Jahren alt und bringen die unterschiedlichsten Voraussetzungen mit. Dies ergibt eine Bandbreite von Jugendlichen ohne jegliche Schulbildung bis zu solchen mit acht Jahren Schulbesuch.

Die Klassenbezeichnung VAB-O bedeutet Vorqualifizierung Arbeit/Beruf ohne Deutschkenntnisse. Die jungen Leute erhalten acht Stunden Unterricht in der deutschen Sprache. Im praktischen Unterricht in der Werkstatt lernen sie neue Arbeitsfelder und –abläufe kennen.

Großen Wert legt die Schule auf die Vermittlung von lebensweltbezogenen Kompetenzen. Ganz allgemeine Dinge des täglichen Lebens werden erklärt wie Versicherungsfragen, der Umgang mit Behörden oder Geldangelegenheiten.

Außerdem erfolgt eine Berufsorientierung mit einem Bewerberseminar und nach Möglichkeit mit einem wöchentlichen Praktikum.

Die Jugendlichen sind mit großer Begeisterung dabei, zeigen Freude am Unterricht und bei der Arbeit in den Werkstätten. Dies bestätigen sowohl Schulleiter Ralf Dierenbach als auch die Klassenlehrerin Katharina Bröcheler.

Der Bildungsbedarf der jungen Menschen mit Migrationshintergrund ist groß und zum zweiten Halbjahr des Schuljahres ist es möglich, eine weitere Klasse zu eröffnen. Die Gewerbeschule sucht dafür noch engagierte und begeisterungsfähige Lehrer, die sich dieser besonderen Aufgabe stellen möchten.

Weitere Informationen: Ansprechpartnerin ist Gabriele Groß, E-Mail gross@gewerbeschule-schopfheim.de, Tel. 07622/682120.