Schopfheim „Wir finden eine gute Lösung“

Markgräfler Tagblatt, 20.10.2016 00:20 Uhr

Noch immer keine Ruhe: Der sommerliche Streit um den Kita-Neubau in Langenau flammte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates wieder auf. Schopfheim (wm). Zwei Elternvertreter aus Langenau bemängelten in der Fragestunde die Pläne, die der Gemeinderat trotz des Widerstandes von Ortschaftsrat, Schule und Eltern verabschiedet hatte (wir berichteten). Dietmar Schubnell kritisierte erneut, dass sich beim jetzigen Standort der Spielplatz der Kita direkt vor den Klassenzimmern der Grundschule befinde. Allein der gesunde Menschenverstand besage, dass sich daraus Lärmbelästigungen ergäben. Um diese zu vermindern, müsse die Stadt aufwendige Lärmschutzmaßnahmen ergreifen. Auch die Verlegung des Parkplatzes koste viel Geld. Warum verfolge die Stadt dieses Konzept, wenn ein einfacheres und billigeres zu verwirklichen wäre, fragte er. In die gleiche Kerbe hieb auch Birte Lehmann. Sie monierte, dass der Gemeinderat sowohl das einhellige Votum des Ortschaftrates als auch die Haltung von Schule und Eltern „ignoriert“ habe. „Warum so ein undemokratisches Verfahren“, fragte sie und wollte wissen, weshalb niemanden interessiere, was all jene zu sagen hätten, die hernach „50 Jahre lang“ mit der Fehlplanung leben müssten. Der Bürgermeister versuchte, die Wogen zu glätten. Im Grund gehe es um „zehn Meter“, sagte er unter Anspielung auf den strittigen Standort der neuen Kita. Die Stadt habe schnell einen Beschluss fassen müssen, weil die Kindergartenplätze zu knapp sind. Die Kita-Pläne zielten auf das künftige Bildungshaus in Langenau ab, das auch zum „dauerhaften Erhalt“ der Grundschule beitrage. Die Lärmfrage sei mit einer entsprechenden Gestaltung der Außenanlage in den Griff zu kriegen, betonte Christof Nitz. Bei deren Planung wolle die Stadt alle Beteiligten mit ins Boot nehmen. Im Übrigen dürfe man nicht vergessen, dass der Kindergarten Langenau eine „ganz andere Meinung“ zu den umstrittenen Plänen vertrete als Schule und Ortschaftsrat. „Wir finden eine gute Lösung für alle Beteiligten“, zeigte sich Nitz optimistisch.