Steinen Brägelpfanne für Armin Schuster

Markgräfler Tagblatt, 31.01.2017 00:00 Uhr

Von Hans-Jürgen Hege

Mit dem traditionellen Neujahrsempfang am Sonntagabend im Restaurant Hug nahm der CDU-Ortsverband offiziell Kurs ins neue Jahr.

Steinen. Ortsverbandsvorsitzender Benjamin Blum ging in seiner Rede zunächst auf den Terror ein, der in Deutschland angekommen sei. An seine Zuhörer appellierte er, „wachsam und offenen Auges durch die Welt zu gehen“, sich aber nicht einschüchtern zu lassen. Ausdrücklich gelobt wurde in diesem Zusammenhang der CDU-Bundestagsabgeordnete Armin Schuster. „Ich bin ihm sehr dankbar, dass er in dieser Sache klare Ziele verfolgt“, sagte Blum, um anschließend auf die wirtschaftliche Entwicklung und die AfD einzugehen. Wer glaube, durch falsche Versprechen werde alles besser, irre gewaltig. „Wer der AfD seine Stimme gibt, schwächt die CDU und macht Rot-Rot-Grün salonfähig“, gab Benjamin Blum die Richtung vor, die in diesem Jahr den Wahlkampf auch in Steinen prägen wird.

Bürgermeister Gunther Braun begründete seine Anwesenheit beim Empfang der CDU damit, die etablierten Parteien unterstützen zu wollen. Denn sie seien der Garant für ein Vorankommen in der Kommunal- wie auch in der Bundespolitik. Er wünsche sich mehr Zulauf bei den Parteien und mehr Interesse der Jugend am politischen Tagesgeschehen. Mit Blick auf die Kommunalpolitik sagte Braun: „Wir sind auf dem besten Wege, wieder miteinander harmonisch umzugehen und gemeinsam die Sachthemen in den Vordergrund zu stellen.“ Und: „Ab 1. Februar ist das Verwaltungsschiff wieder fast komplett“, kündigte das Gemeindeoberhaupt noch ein paar „kleine Nachsteuerungen bis zur vollen Einsatzfähigkeit“ an. Dann könne man sagen: „Jetzt geht es wieder voran, dann packen wir an, was bisher liegen bleiben musste.“ Steinen habe großes Potenzial. An dem müsse nun weiter gearbeitet werden: „Wir müssen nach vorne schauen, Steinen gut positionieren und den Firmen die Basis für erfolgreiches Arbeiten schaffen, dann denke ich, dass Steinen gute Chancen hat, weiterzumachen.“

Kreisrat Wolfgang Deschler informierte über „Themen ohne Ende“ wie zum Beispiel das Zentralklinikum, die Auflösung des Kreispflegeheims zuungunsten Schopfheims oder die „Stärkung des ländlichen Raums“, der immer mehr an Bedeutung verliere, wenn man die Pläne mit dem Kreispflegeheim oder den Krankenhäusern in Schopfheim, Rheinfelden oder in jetziger Form auch in Lörrach ins Kalkül zieht. „Die wird es nämlich in Zukunft nicht mehr geben. Und Schopfheim wird auch in dieser Richtung ein Stück ärmer werden“, kündigte der Kreisrat an. Eine Tatsache, die auch im Zusammenhang mit den Gewerbeschulklassen unterstrichen werde, weil es sich der Landkreis einfach nicht leisten könne, mehrere Schulen auf modernstem Stand in punkto Ausstattung mit Maschinen zu halten.

Gemeinderat Dietmar Ernst verzichtete darauf, die Aktivitäten am Ratstisch aufzuwärmen. Nur so viel: „Es war ein turbulentes, ereignisreiches Jahr mit einer Landtags- und einer Bürgermeisterwahl, die nicht so ausging, wie wir uns das erhofft hatten.“ Aber: „Ich denke, wir haben einen guten Bürgermeister bekommen“, betonte Ernst. Er sprach von einem Umbruch, der durch die prekäre Lage in der Verwaltung verstärkt worden sei. Vieles sei liegengeblieben, einiges fiel der Umstrukturierung zum Opfer. Gunther Braun habe seine Aufgabe mit Bedacht übernommen.

„Wir verstehen uns nicht als Fähnchen im Wind, sondern packen Projekte, die anstehen, auch an und wollen die möglichst schnell abschließen, um nicht in die Situation zu kommen, als unzuverlässig zu gelten“, sagte Ernst über die CDU. „Wir wollen verlässlich sein, ohne die Gesamtgemeinde mit all ihren Ortsteilen aus dem Blick zu verlieren“, betonte Ernst, der glaubt, eine der wichtigsten Aufgaben der nächsten Jahre werde es sein, die ärztliche Versorgung der Bevölkerung nachhaltig zu sichern. Dabei sei es unerlässlich, der Bevölkerung unter anderem klar zu machen, dass die Gemeinderäte, ganz gleich welcher Couleur, Menschen sind, die versuchen, ihr Ehrenamt mit Familie und Beruf zu koordinieren. Das sei wesentlich schwieriger, als es sich anhört bei allein 70 Fraktionssitzungen und vielen Rats- beziehungsweise Ausschusssitzungen im Jahr und beim verständlichen Wunsch der 89 Vereine, die in Steinen eingetragen sind, warb Dietmar Ernst bei seinen Zuhörern um Verständnis dafür, dass manchmal auch einer oder jemand nicht wunsch- oder erwartungsgemäß bedient werden könne.

Ortsverbandsvorsitzender Benjamin Blum kündigte an, dass der Bundestagsabgeordnete Armin Schuster am Donnerstag, 6. April, im Restaurant Hug die „Brägelpfanne“ des Ortsverbandes überreicht bekommt.