Steinen „Es ist höchste Eisenbahn, etwas zu tun“

Markgräfler Tagblatt, 12.08.2017 00:00 Uhr

Steinen-Schlächtenhaus (hjh). Die Mittelanmeldung zum Haushalt 2018 stand am Donnerstag auf der Tagesordnung des Ortschaftsrats. Als „wirklich dringend“ wurde die Sanierung des Schulhauses eingestuft. Das Dach sei undicht, in der Wohnung im ersten Stock habe sich Schimmel gebildet, und es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis sich dieser Pilz im Kindergarten ausbreitet. Es sei höchste Eisenbahn, etwas zu tun, hieß es.

Der schlechte Zustand des Schrohmühlewegs hat ihm zum Platz zwei auf der Mängel- und Bedarfsliste der Ortschaft verholfen. Zahlreiche tiefe Schlaglöcher seien zur permanenten Gefahr für die Verkehrsteilnehmer geworden. Und das auf einem Weg, der vielen Bewohnern des Dorfes als Spazierweg dient. Die Sanierung des Höhliwegs im mittleren Bereich sei notwendig, weil sich auch dort Schlaglöcher zeigen, die sich im Winter noch erheblich verschlechtern werden.

Und das war es dann fast. Denn auf dem Zettel hatte Ortsvorsteher Heinrich Stiefvater noch die Abdichtung des Tankraums der Steinenberghalle, in dem das Wasser nach starken Regenfällen zehn bis zwanzig Zentimeter hoch stehe. Die Herkunft des Wassers sei allerdings noch ungeklärt. Deshalb bot sich der Ortsvorsteher an, bei starken Regenfällen den Raum in Augenschein zu nehmen und Ursachenforschung zu betreiben, ehe die Sanierung vorgeschlagen oder veranlasst wird. Dem pflichteten die Ortschaftsräte wohl auch deshalb bei, weil sie ihrem Ansinnen, die Halle innen für rund 5000 Euro streichen zu lassen, dann größere Chancen einräumen.

Der letzte Punkt auf der Liste diente lediglich als Erinnerung an die bereits genehmigte und im Haushalt vorgesehene Hangsicherung der Straße „Im Steinenberg“. Dieser Gedächtnisstütze an die Adresse der Verwaltung folgt am Ende noch ein Projekt für die Folgejahre, mit dem das Problem, dass die Landstraße von Schlächtenhaus zur Hofener Kirche über keinerlei Rad- und Gehweg verfügt, angegangen werden soll, wie die Ortschaftsräte ankündigten, um dann damit zu beginnen, ihre bisher noch unangetasteten Verfügungsmittel auszugeben. Zum einen soll nun der längst gefasste Beschluss zur Beschaffung eines Wickeltisches beim Rathaus umgesetzt werden, zum anderen die Sanierung des „Hüttlidachs“ auf dem Spielplatz.

 
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