Steinen Etappensieg für die IG Ortskern Steinen

Markgräfler Tagblatt, 21.04.2017 12:55 Uhr

Von Anja Bertsch

Vorerst gibt es keinen Probelauf für eine Sperrung der Durchfahrt durch die Steinener Eisenbahnstraße.

Fotostrecke 2 Fotos

Steinen. In der jüngsten Gemeinderatssitzung erteilte Bürgermeister Gunther Braun der von der Agendagruppe Siedlungsentwicklung und Mobilität unlängst im Gemeinderat vorgestellten Idee ein Absage; diese war von etlichen Gemeinderäten zunächst durchaus positiv aufgenommen worden (wir berichteten).

Anlass für die Klarstellung Brauns in der aktuellen Sitzung war eine Anfrage der IG Ortskern Steinen, die sich unlängst in Opposition zu den Ideen der Agendagruppe gebildet und etwa 300 Unterschriften gegen die Agendapläne gesammelt hatte; diese wurden dem Bürgermeister in der Sitzung übergeben.

Die Agendagruppe hatte argumentiert, dass eine Sperrung der Durchfahrt für Autos dem verkehrsgequälten Steinener Ortskern ein wenig Luft verschaffen würde. Wichtiges Detail: Die Zufahrt insbesondere zum Einkaufsmarkt und zum Mühlehof sollte nach Vorstellung der Agendagruppe weiterhin möglich bleiben, allein der Durchfahrtsverkehr sollte draußen bleiben – und würde sich dann freilich einen anderen Weg suchen.

Nach Vorstellung der Agendagruppe wäre dies die Route über Bahnhof- und Lörracher Straße gewesen. Von eben hier regte sich nun auch Widerstand, der sich unlängst in der IG Ortskern Steinen organisierte. Durch die Reaktionen auf die Infoveranstaltung Anfang April sieht sich die IG nun ihn ihrer Opposition bestätigt. „Das Mandat ist unser Auftrag zu Gesprächen mit den Fraktionen, der Verwaltung und dem Bürgermeister von Steinen“, formuliert die IG in einem im Gemeinderat verbreiteten Schreiben.

Ideen und Vorschläge etwa in Sachen Verkehr würden in der Gemeinde eingehend geprüft und von Planern begleitet und ausgearbeitet, stellte Bürgermeister Braun auf eine Anfrage des IG-Sprechers Tilo Köhler hin klar –­ „das wird nicht hemdsärmelig gemacht“. Genau so werde auch mit dem Vorschlag der Agendagruppe verfahren: „Wir nehme sämtliche Ideen gerne auf“, erklärte Braun; mit Sicherheit aber werden diese nicht direkt in Verwaltungshandeln umgesetzt.

In diesem Sinne werde es auch nicht zur probeweisen Sperrung der Eisenbahnstraße kommen. „Die Verwaltung möchte die Eisenbahnstraße nicht sperren“, so Braun. Nicht zuletzt habe es hier bereits eine Absage von den übergeordneten Behörden gegeben: Die Sperrung einer Landesstraße, wie sie die Eisenbahnstraße nun einmal auch ist, sei nicht als Dauerzustand möglich, sondern nur in Ausnahmefällen wie Bauarbeiten, wie sie im Steinener Ortskern unlängst anstanden. Die Erfahrungen aus eben dieser baustellenbedingten Sperrung im Herbst diente der Agendagruppe Sieldungsentwicklung und Mobilität als positive Referenz für ihre Idee.