Steinen Ex SPD-Chef tritt für Gemeinschaft an

Markgräfler Tagblatt, 11.03.2014 23:02 Uhr

Steinen (hjh). „Eine spannende Gemeinderatswahl“ erwartet Stefan Mohr am 25. Mai unter anderem auch deshalb, weil die Gemeinschaft für ein lebenswertes Dorf 22 Kandidaten ins Rennen um die 22 Sitze am Ratstisch schicken kann, darunter den frühere Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, Christian Heichel.

An den Start gehen alle acht bisherigen Gemeinderäte der Gemeinschaft und dazu weitere 14 „kompetente Männer und Frauen“, die keine Lücken füllen wollen, sondern am ehrenamtlichen Engagement zum Wohl der Gemeinde ehrlich interessiert sind. Einstimmig votierten am Montag im Schulzentrum 14 stimmberechtigte Mitglieder der Gemeinschaft für die vom Vorstand zusammengestellte Kandidatenliste, die – so Stefan Mohr – erfreulicherweise eine gesunde Mischung aus Jung und Alt aufweise.

Zwei Ziele will die Gemeinschaft mit ihren Kandidaten mindestens erreichen. „Wir hatten wegen einiger Ausgleichsmandate bei den vergangenen Wahlen acht von 25 Sitzen erhalten. Wenn wir diese Anzahl bei 22 zur Verfügung stehenden Sitzen halten können, ist das eine klare Verbesserung und ein großer Erfolg für uns“, rechnete Stefan Mohr vor, wies dann aber auch noch darauf hin, dass er und seine Mitstreiter natürlich nichts dagegen hätten, wenn der eine oder andere Kandidat am Ende mit am Ratstisch im Haus der Sicherheit sitzen würde. Oder die eine oder andere Kandidatin. Schließlich ist die Gemeinschaft auf eine Frauenquote von 40 Prozent stolz, auch wenn die etwas hinter den Erwartungen zurück- blieb.

Ein zweites Ziel seiner Gruppierung sei, am Ratstisch in Steinen die absolute Mehrheit einer der etablierten Parteien zu verhindern. Das sei in der Vergangenheit erfreulich gut gelungen. Und es habe der Gemeinde gut getan, betonte Mohr und zählte Projekte wie zum Beispiel die Tagesgruppe im Fröbelkindergarten, die Namensgebung „Meret Oppenheim“ am Schulzentrum oder die neuen Energiewege Steinens auf, die es ohne Zutun seiner Gemeinschaft zumindest in der aktuellen Form nicht gegeben hätte.

Ein erster Schritt hin zu diesen Zielen sei die Verabschiedung der Liste, erklärte Stefan Mohr seinen Zuhörern. Die unterliege strengen Regularien, von denen nicht abgewichen werden dürfe. So sei generell geheim zu wählen. Und zwar gleich zweimal. Zunächst mussten sich die Mitglieder mit den Namen der Kandidaten einverstanden erklären, dann sollten sie die Reihenfolge auf der Wahlliste absegnen. Und das taten sie dann auch hintereinander einstimmig, nachdem auf Wunsch einer Kandidatin und eines Kandidaten der vom Vorstand der Gemeinschaft eingereichte Vorschlag leicht verändert worden war.

Kevin Kammerer (ursprünglich auf Rang 16) tauschte mit Gritt Boczek (11) den Platz, und so finden die Wähler ihre Favoriten in dieser Reihenfolge: Ulrike Mölbert, Roland Räuber, Britta Schuler, Michael Schubert, Angela Wöhrle, Stephan Mohr, Catherine Pfeiffer, Willibald Kerscher, Ruth Noack, Christian Heichel, Kevin Kammerer, Joachim Freund, Amir Yousefnia Vahid, Thomas Wagner, Fabiola Hinz, Gritt Boczek, Dieter Gersabeck, Nana Mittelmaier, Niki Kerscher, Jürgen Herrmann, Dieter Köp­nick und Claudia Fischer.