Steinen Hägelberg macht Lust auf Energiewende

Markgräfler Tagblatt, 21.03.2017 22:00 Uhr

Steinen-Hägelberg. Wohin führt man im Landkreis Lörrach einen Bundestagsabgeordneten, der sich für die Themen Umwelt und Energie interessiert?

Das Bioenergiedorf Hägelberg war die erste Station des Besuches von Andreas Jung, CDU-Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Konstanz, auf Einladung seines Lörracher Kollegen Armin Schuster. Im sich noch im Bau befindlichen Dorfgemeinschaftshaus wurden die Besucher von Ortsvorsteherin Gabriele Kaiser-Bühler und Bürgermeister Gunther Braun begrüßt.

Energieziele für 2030 bereits erreicht

„Lust auf Energiewende“ verspürte Andreas Jung, der sich sehr beeindruckt zeigte vom Engagement der Genossenschaft „Energie aus Bürgerhand“, welche auf ehrenamtlicher Basis das Nahwärmenetz in Hägelberg betreut, heißt es in einer Pressemitteilung zu dem Besuch der beiden Bundestagsabgeordneten. Gerade in Zeiten, in denen der Zuspruch für die Energiewende schwankend sei, mache das Mut, betonte Jung. Jürgen Rösch, Aufsichtsratsvorsitzender der EABH, und Vorstandsvorsitzender Manfred Ruf konnten stolz vermelden, dass Hägelberg die Energieziele der Bundesregierung für das Jahr 2030 bereits erreicht hat. Armin Schuster verband damit den Wunsch, dass das Dorf Vorbild für weitere Kommunen sein werde.

Herausforderungen für die Landwirte

Die nächste Station des Besuchs führte die Gruppe nur einige Meter weiter zur Biogasanlage der Glaser GbR. 80 Prozent der Wärme, die dort produziert wird, gehe an die Heizzentrale der EABH. Hier wurden neben dem Betrieb der Anlage auch die politischen Vorgaben und Herausforderungen für die Landwirte angesprochen.

Kreisel ist nur eine Notlösung

Intensiv wurde auch das Thema Verkehr behandelt, insbesondere die Problematik mit der Bundesstraße 317 und dem Kreisel, der ursprünglich nur als Notlösung angedacht war. Hier verwies Fraktionsvorsitzender Marc Sutterer auf die fehlende Überquerungsmöglichkeit. Steinen als Knotenpunkt, in dem sich zahlreiche Straßen sternförmig treffen, brauche dringend Alternativen, wie Bürgermeister Gunther Braun noch einmal verdeutlichte. Zeitnahe Verbesserungen konnte Armin Schuster hier nicht versprechen, allerdings kam das Kreisklinikum als Motor für eine verkehrstechnische Lösung zur Sprache.