Todtnau Biosphärengebiet: CDU sieht keine Notwendigkeit

Markgräfler Tagblatt, 06.11.2013 23:03 Uhr

Todtnau (jä). In der Generalversammlung des CDU-Ortsvereins im Gasthaus „Rößle“ in Geschwend berichtete Vorsitzende Christa Bernauer kürzlich von den Aktivitäten im vergangenen Vereinsjahr. „Wir haben vieles, was wir uns vorgenommen haben, gemacht“, stellte sie fest. Die gute Zusammenarbeit mit den Ortsvereinen Schönau und Wieden drückt sich nun auch in einer neuen gemeinsamen Homepage aus.

Auf dem Todtnauer Markt wurde im Frühjahr ein Informationsstand aufgebaut, dieser Zeitpunkt war bewusst ausgesucht, man wollte nicht erst kurz vor der Bundestagswahl auf die Bürger zugehen. Am vergangenen Samstag dann gab es einen „Danke-Stand“, auch hier war der Bundestagsabgeordnete Armin Schuster wieder mit von der Partie. Ob Telefonaktionen, Ortsbegehungen oder Familientag, der Ortsverein zeigte Präsenz, so Bernauer.

Nun stehe die Kandidatensuche für die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 an. In den Ortsteilen habe man die Listen fast gefüllt, das Problem sei die Stadt. Hier fehlen noch Leute, die bereit sind, sich in der Politik zu engagieren. Kreisgeschäftsführer Richard Renz sagte, dass die Listen bis 15. November vorliegen müssten und gab einen kurzen Überblick über die vergangenen Monate, die geprägt waren von den Vorbereitungen auf die Bundestagswahl. Armin Schuster sei sehr viel im Kreis unterwegs gewesen und hatte ein sehr gutes Ergebnis in Todtnau. „Im Stadtverband Todtnau ist Zug drin“, attestierte Renz der Versammlung. Wie in den Ortsgruppen mangelt es auch im Kreisverband an Personen, die langfristig leitende Posten übernehmen wollen, so Renz.

Monika Schneider berichtete aus dem Gemeinderat über einen sehr gut ausgestatteten Haushalt. Die Stadträtin lobte die Arbeit von Jugendreferent Dominik Simon. Der Zulauf sei enorm, Simon habe eine ausgleichende und ruhige Art, mit den Jugendlichen umzugehen, und das Geld für diese Position, das man sich mit Schönau teilt, sei gut angelegt. Die CDU-Fraktion habe sich dafür eingesetzt, dass die Grundschulen in Geschwend und Todtnauberg beibehalten werden und werde sich auch weiterhin dafür stark machen. Im Gegensatz hierzu sehe man in der Partei keinen Vorteil und keine Notwendigkeit in der Errichtung eines Biosphärengebietes.

Carsten Krämer, der das Amt des Kassierers von Paul Kiefer übernommen hatte, berichtet von einer minimal ausgestatteten Kasse. Christa Bernauer erläuterte, dass man nicht mehr mit den bisherigen Mitgliedsbeiträgen auskomme. Viele Anzeigen seien aus privater Tasche finanziert, erklärte sie. Aus diesem Grund beschloss die Versammlung einstimmig die Anhebung des Jahresbeitrages auf 60 Euro. Außerdem soll verstärkt nach Sponsoren gesucht werden.

Paul Kiefer, der 40 Jahre lang die Kasse geführt hat, erhielt als Dank für seine Arbeit viel Beifall und ein Präsent, und die Versammlung beschloss kurzerhand, Kiefer zum Ehrenmitglied zu ernennen.

Eine weitere Ehrung gab es für Erwin Hartmann, der seit 30 Jahren Mitglied im CDU-Ortsverein ist. Rudolf Steiert erhielt für 40-jährige Treue ebenfalls eine Urkunde und ein Präsent, Bernhard Wissler wurde in Abwesenheit für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Christa Bernauer bedankte sich bei ihrer jungen Mannschaft und hofft, dass künftig weitere junge Leute dazu stoßen.

 
 

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