Todtnau „Die ´oberen Wiesentäler` sind abgehängt“

Markgräfler Tagblatt, 06.11.2014 23:01 Uhr

Todtnau (jä). Das vergangene Vereinsjahr des CDU-Ortsverbandes Todtnau stand ganz im Zeichen der Kommunalwahlen, berichtete Vorsitzende Christa Bernauer in der Generalversammlung im Gasthaus „Feldberg“. Gemeinsam wurde Rück- und Ausblick gehalten.

Bernauer konnte neben Kreisrat Bruno Schmidt und CDU-Kreisgeschäftsführer Richard Renz auch den Bundestagsabgeordneten Armin Schuster begrüßen. Die CDU habe als einzige Partei eine volle Kandidatenliste präsentieren können, die Wahl sei zu ihrer vollsten Zufriedenheit verlaufen, sagte Bernauer, die auch betonte, dass Kommunalpolitik keine reine Parteipolitik sei.

Aktivitäten wie Telefonaktionen oder Ortsbegehungen wurden fortgeführt, wobei ein Vor-Ort-Termin in Todtnauberg völlig ohne Resonanz blieb. „Das war peinlich – die Mühe hätten wir uns sparen können“, sagte die Vorsitzende enttäuscht. Eine Sommertour mit dem Landtagsabgeordneten Ulrich Lusche führte zum DRK Schönau, in den Jugendtreff und zu den Jägern.

Diverse Schreiben in Sachen Gewerbeschule Schopfheim und hausärztliche Notfallversorgung hat der Ortsverband versandt, da die neue Regelung überall auf totales Unverständnis treffe. Dass man in 30 Minuten von Herrenschwand oder Todtnauberg ins Notfallzentrum nach Schopfheim fahren könne, sei utopisch, so die Vorsitzende. Ihr komme es vor, als ob man die „oberen Wiesentäler“ abhängen wollte.

Von 49 Mitgliedern berichtete Kassierer Carsten Krämer, durch einen Todesfall und drei Abmeldungen ist die Zahl etwas geschrumpft. Die Mitgliedsbeiträge werden fast vollständig von der Kreisumlage geschluckt. Auch wenn die Kasse ein Plus aufweise, soll wieder eine Spendenaktion gestartet werden. Erfreulich sei, dass die Gemeinderäte einen Teil des Sitzungsgeldes an den Stadtverband abführen, damit bei künftigen Wahlen Geld in der Kasse ist, und Anzeigen und ähnliches nicht wieder aus privater Tasche finanziert werden müssen.

Einen kurzen Blick auf die Lage in der Welt warf Bundestagsabgeordneter Armin Schuster. Die Situation in Russland und der Ukraine gebe Anlass zur Sorge, sie sei keineswegs aus dem Affekt entstanden, sondern geplant. Die Lage in Syrien und im Irak sei schlimmer, als in den Medien berichtet. Schuster habe Originalaufnahmen gesehen, es sei „grauenhaft und unvorstellbar“, was dort passiere.

Bruno Schmidt berichtete aus dem Kreistag, der 56 Mitglieder hat und in dem die CDU mit 19 Sitzen vertreten ist. Fünfmal im Jahr tagt man und behandelt Themen wie die Beruflichen Schulen, den demographischen Wandel, Schulentwicklungsprojekte, die Kreiskliniken, Pflegeheime, Breitbandausbau und vieles mehr.

Die Wahlen ergaben folgende Ergebnisse: Christa Bernauer (Vorsitzende), Sven Behringer (zweiter Vorsitzender), Christoph Buck (dritter Vorsitzender), Carsten Krämer (Kassierer), Harald Ebner, Oliver Fiedel, Marion Isele, Fridolin Kunz, Monika Schneider, Hanspeter Steine-brunner (alle Beisitzer).