Weil am Rhein Dußmann führt die Stadt-CDU

Weiler Zeitung, 25.01.2017 00:00 Uhr

Von Marco Fraune

Die Weiler CDU-Mitglieder haben Günter Dußmann einstimmig als neuen Vorsitzenden gewählt. Der bisherige Stellvertreter rückt an die Position von Ulrike Smit, die aus persönlichen und beruflichen Gründen den Vorsitz abgegeben hat und nun als Beisitzerin fungiert.

Weil am Rhein. Mit einem „eindeutigen Votum“, wie Oberbürgermeister Wolfgang Dietz als Tagespräsident erklärte, hat Dußmann alle 32 Stimmen am Montagabend bei der Generalversammlung im Hadidbau auf sich vereinen können. Als Stellvertreter einstimmig bestätigt wurde Klaus-Michael Effert. Der zweite Stellvertreter-Posten wurde nicht wiederbesetzt.

Dußmann, ein gebürtiger Weiler, der in Friedlingen wohnt, will Verantwortung bei der Union übernehmen, wie er erklärte. Der verheiratete Familienvater von vier Kindern ist beruflich im IT-Bereich tätig. „Kommunikation ist mir wichtig“, will der 56-jährige IT-Systemadministrator dies auch in der Partei praktizieren. „Redet mit den Leuten, mit den Tieren tut ihr es auch“, gab er den Mitgliedern mit auf den Weg.

Thematisch erklärte Dußmann bei der Versammlung nur, dass Friedlingen ein toller Ort sei und noch besser werden soll. Er freue sich zudem auf die Zusammenarbeit mit dem OB, der CDU-Fraktion, dem Stadtverbands-Vorstand und auch mit dem Bundestagsabgeordneten Armin Schuster, der aufgrund der Sitzungswoche im Bundestag terminlich in Berlin gebunden war.

„Berufliche und private Gründe zwingen mich dazu, vom Vorsitz zurückzutreten“, hatte Smit zuvor ihren Schritt in die zweite Reihe begründet. „Meine Zeit ist einfach begrenzt.“ Doch gerade im aktuellen Bundestagswahljahr benötige der Direktmandatinhaber Schuster die volle Unterstützung. Dies könne sie nicht leisten. Dußmann habe sie als Vorsitzende bereits unterstützt. Er ergreife Initiative und habe Ideen, sprach Smit eine klare Wahlempfehlung für ihren bisherigen Stellvertreter aus. „Er ist eine starke Bereicherung für den Stadtverband.“

Auch den Vorsitzenden der CDU-Gemeinderatsfraktion, Claus Weibezahl, lobte sie. Dieser habe sich als neuer Sprecher gut eingearbeitet. „Sie wachsen schneller als Sie ahnen“, kommentierte Smit dessen persönliche Anmerkung, dass er sehr langsam in die Funktion reinwachse. „Man wird langsam etwas sicherer und besser.“ Manchmal sei es außerdem besser, den Mund zu halten, als einfach nur zu plaudern, ohne dass etwas dahinter stecke.

Smit skizzierte nicht nur das abgelaufene Jahr und blickte auf die Bundestagswahl, sondern erklärte für die Vorstandsarbeit selbstkritisch. „Wir haben sicherlich nicht alles perfekt gemacht, aber wir führen es als Ehrenämtler aus.“