Weil am Rhein Ein Meister der süßen Künste

Weiler Zeitung, 13.08.2017 21:29 Uhr

Von Siegfried Feuchter

Das Vorfinale in Salzburg hatte Mike Kainz aus Weil am Rhein vor 700 Besuchern und laufenden Fernsehkameras im vergangenen Jahr souverän gewonnen. Jetzt will er am 8. Oktober in Köln auch beim Finale ganz oben auf dem Treppchen stehen und damit den Titel „Patissier des Jahres“ sowie die Siegprämie von 3000 Euro holen.

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Weil am Rhein. Nach vier Vorentscheidungen in Achern, Salzburg, Hennef und Hamburg stehen die acht Finalisten fest, die sich bei dem Live-Wettbewerb in Köln messen werden. Der 23-Jährige Weiler, der nach Stationen in renommierten Häusern, unter anderem in Hamburg, in der Brasserie des Basler Grand-Hotels (Drei Könige) als Chef de Partie arbeitet, ist voller Zuversicht. „Ich hoffe jetzt natürlich, dass es auf der ­Anuga, der weltgrößten und wichtigsten Ernährungsfachmesse, zum Sieg reicht“, sagte Mike Kainz im Gespräch mit unserer Zeitung. Nicht nur das Vertrauen in sein Können bestärkt ihn, Siegeschancen zu haben, sondern auch ein Treffen vor drei Wochen in Kehl, als die im Finale stehenden acht kreativen Patissiers ein Dessert für zehn Personen auf den Teller zaubern mussten. Auch das ARD-Fernsehmagazin war vor Ort und hat einen Beitrag gesendet.

Mike Kainz bereitet sich seit seinem überzeugenden Sieg in Salzburg intensiv und akribisch auf das Finale des Wettbewerbs der süßen Künste vor. Seine Aufgabe wird es sein, in fünf Stunden ein Freestyle-Dessert sowie 150 Pralinen für das Publikum und ein Dreikomponenten Dessert, bestehend aus Pumpernickel, Preiselbeere und Frischkäse, zu zubereiten. Beim Vorfinale vor einem Jahr hatte der erfolgreiche Weiler Patissier mit viel Kreativität zum einen ein Dessert mit Zwetschgen, Kürbis, Passionsfrucht und weißer karamellisierter Schokolade überzeugt, zum anderen mit dem Dessert „Biergarten“, das im Wesentlichen aus den Zutaten Brezel, Grapefruit und Hefe bestand.

„Ich bin fleißig am Üben fürs Finale“, sagt Kainz, der noch keinerlei Nervosität erkennen lässt. Um auch in Köln bei dem Wettbewerb überzeugen zu können, hat er sich in Paris und Tschechien extra Teller töpfern lassen, damit seine Kreationen auch bestens zur Geltung kommen. „Wir sind sehr stolz auf alle Teilnehmer beim Patissier des Jahres. Es ist toll zu sehen, wie viel Emotion und Leidenschaft in diesem Beruf steckt und freuen uns, durch unseren Wettbewerb den Patissiers eine Bühne bieten und das Wir-Gefühl stärken zu können“, erklärt Nuria Roig de Puig, die Geschäftsführerin des Wettbewerbs mit Teilnehmern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Eine internationale, hochkarätig besetzte Fachjury unter dem Vorsitz des Präsidenten Pierre Lingelser vom Drei-Sterne-Haus Schwarzwaldstube im Hotel Traube Tonbach in Baiersbronn wird die Leistungen der Finalisten bewerten, die ausgefallenen Kreationen beurteilen und den Sieger küren.

 
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