Weil am Rhein Ein Metal-Festival von Fans für Fans

Weiler Zeitung, 19.07.2017 23:05 Uhr

Von Martina Proprenter

Moonspell, Death Angel, Caliban: Was dem Laien eher wenig sagt, ließ Metalfans im Dreiländereck am Wochenende frohlocken. Bei der zweiten Auflage von „Baden in Blut“ im Dreiländergarten feierten 1500 Fans ausgelassen einen Tag lang die Musik und ihre Community. Die Idee, das eintägige Festival zu verlängern, ist vorerst vom Tisch.

Das Fazit nach dem Wochenende fällt gut aus: Die Veranstalter sind mit dem Ablauf durchweg zufrieden. Nicht nur von den Besuchern hat Manuel Wegner, der Sprecher der Festival-Veranstalter Metal Maniacs, positives Feedback bekommen, auch die Bands waren zufrieden. Die Idee, das Festival auf zwei Tage zu verlängern, wird erstmal verworfen: „Wir sind in allen Bereichen ans Limit gekommen“, sagt Wegner. Rund 100 Helfer waren im Einsatz, um das Festival „von Fans für Fans“ und ohne kommerziellen Anspruch zu organisieren. Ob dieses aber auch schwarze Zahlen geschrieben hat, werde sich erst im Abschluss zeigen. Denn mit dem Umzug von Lörrach nach Weil am Rhein im vergangenen Jahr haben sich die Kosten um einen sechsstelligen Betrag erhöht. Nach der Premiere im Vorjahr – bei der es fünf Meldungen wegen Ruhestörung gegeben hatte – war eine Auflage der Stadt ein Lärmgutachten. Ab 22 Uhr sollte die Lautstärke runtergedreht werden. Ein abschließendes Gespräch mit der Stadt steht aus, einer ersten Rückmeldung nach war diese aber zufrieden, so Wegner.

Was am Samstag im Dreiländergarten los ist, war nämlich schon von weitem zu hören: Die Trashlegende „Death Angel“ aus Amerika traf mit ihren Texten direkt ins Metalherz: Sie spielten „für alle, die sich schon einmal alleine gefühlt haben, weil sie Abseits der Norm sind“. Sie versprachen: „We will fucking come back“. Mehr Action forderten indes Caliban: Als letzter Act des Abends wollte die Metalcore-Band alle Besucher in Bewegung sehen. „Bewegt eure Ärsche“, forderten sie und wurden nicht enttäuscht.

 
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