Lob und auch finanzielle Förderung: Das Mehrgenerationenhaus des Diakonischen Werks in Friedlingen soll weiter Geld erhalten. 10 750 Euro pro Jahr will die Stadt bis 2020 locker machen. Von Marco Fraune Weil am Rhein. Über diese Ausgabe herrschte im Kultur-, Sport-, und Verwaltungsausschuss (KSVA) großes Einvernehmen. Einerseits wird damit die jährliche Förderung des Bundes in Höhe von 10 000 Euro ermöglicht. Auf der anderen Seite sind Weiler Politik und Verwaltung auch von der Institution und ihren Angeboten überzeugt. Bereits seit rund zehn Jahren ist das Mehrgenerationenhaus an der Riedlistraße ein zentraler Treffpunkt – für alle Alters- und Bevölkerungsgruppen, wie Hauptamtsleiterin Annette Huber erläuterte. Die Einrichtung sei eines der ersten Mehrgenerationenhäuser gewesen. Auch in den Nachfolge-Förderprogrammen des Bundes wurde das Friedlinger Projekt mit aufgenommen. Da das aktuelle Programm Ende dieses Jahres ausläuft, doch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für die Jahre 2017 bis 2020 ein neues aufgelegt hat, will Weil am Rhein hier am Ball bleiben. Zu den 10 000 Euro Bundesmitteln werden jährlich 10 740 Euro gezahlt, soweit der Gemeinderat nächste Woche grünes Licht gibt. Nach dem positiven Votum des KSVA am Dienstagabend gilt dies als Formsache. „Es ist sehr zu begrüßen, dass der Bund aktiv bleibt“, erklärte Matthias Dirrigl (SPD). Er schlug sogar vor, den städtischen Zuschuss auf 11 000 Euro zu erhöhen, um womöglich mehr Bundesmittel zu erhalten. Doch der Betrag ist gedeckelt, musste die Hauptamtsleiterin das Gemeinderatsmitglied enttäuschen. Als „gute und vorbildliche Sache“ lobte Ingrid Pross (Grüne) das Wirken des Mehrgenerationenhauses, das ein generationenübergreifender Treffpunkt für den Stadtteil Friedlingen sowie für die Einwohner des gesamten Stadtgebiets mit vielfältigen Angebote für alle Alters- und Bevölkerungsgruppen darstellt. In die lobenden Worte reihte sich auch Andreas Rühle (UFW) ein. „Es ist eine wichtige Einrichtung für Friedlingen“. Wolfgang Roth-Greiner (FDP) stimmte ebenso in diesem Kanon mit ein. „Wenn es die Institution nicht geben würde, müsste man sie erfinden.“ Oberbürgermeister Wolfgang Dietz unterstrich: „Das Mehrgenerationenhaus hat sich etabliert.“ Zu den Angeboten der Institution gehören nachbarschaftliche Hilfe, Dienstleistungen, Beratungs- und Freizeitangebote. Der Offene Treff im Foyer des Stadtteilzentrums soll Gelegenheit bieten, Kontakte zu knüpfen und Informationen über laufende Angebote zu erhalten. Auch gibt es das internationale Frauencafé und das Themencafé, welche speziell die Integration von Frauen mit Migrationshintergrund unterstützen wollen. Auch gibt es einen internationalen Seniorentreff. Die benachbarte Kindertagesstätte nutzt das Gebäude zudem für Aktionen wie das gesunde Frühstück.