Weil am Rhein Einzelhandelszentrum und Hotel

Weiler Zeitung, 19.06.2017 22:57 Uhr

Von Siegfried Feuchter

Weil am Rhein ist ein begehrter Standort. Denn ungebrochen ist in Zeiten guter Konjunktur die Nachfrage nach Flächen für Handel und Gewerbe. Das verdeutlicht Peter Krause, Geschäftsführer der Weil am Rhein Wirtschaft (WWT), im Gespräch mit unserer Zeitung.

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Weil am Rhein. Interessant dabei: Ein Schweizer Investor würde gerne in Weil am Rhein ein großes Einzelhandelszentrum errichten und benötigt dafür 50 000 Quadratmeter im Gewerbegebiet, während eine Hotelkette eine Anfrage für den Bau eines Hotels mit 120 Zimmern an die Stadt gerichtet hat.

Obwohl die Planungen für ein Einkaufscenter an der Hangkante in vollem Gang sind, schreckt dies Investoren nicht ab, weitere Handelsflächen in der Grenzstadt zu realisieren, denn der Einkaufstourismus boomt weiter. Doch dem Schweizer Investor musste Krause ebenso eine Absage erteilen wie zahlreichen anderen Interessenten. Denn erstens hat die Stadt keine 50 000 Quadratmeter freien Flächen mehr, zweitens ist in einem Gewerbegebiet ein Handelszentrum gar nicht zulässig. Auch der WWT-Geschäftsführer ist überrascht, dass trotz der geplanten Dreiländergalerie immer wieder Anfragen nach größeren Handelsflächen oder nach Grundstücken eingehen.

Allein innerhalb eines Jahres gab es bei der WWT Anfragen für insgesamt 90 600 Quadratmeter Einzelhandelsflächen. Darunter war beispielsweise eine Möbelkette, die ein 18 000 Quadratmeter großes Grundstück wünscht. Interesse für einen weiteren Lebensmittelmarkt besteht auch, dazu werden 6000 Quadratmeter Grundstücksfläche benötigt. Eine Firma sucht überdies 800 Quadratmeter für ein Bettenlager, während für ein 2000 Qua­dratmeter großes Outletcenter und einen 3000 Quadratmeter großen Getränkemarkt Flächen gesucht werden.

Während Krause den Interessenten mangels Flächen eine Absage erteilen musste, hat er die Wünsche nach kleineren Handelsflächen an Cemagg, Investor der Dreiländergalerie, weitergeleitet.

Ungebrochen ist offensichtlich die Nachfrage nach Hotelbetten. Denn eine Kette will ein neues Hotel mit 120 Zimmern bauen und sucht deshalb ein 6500 Quadratmeter großes Grundstück.

Auch aus dem Bereich Freizeit und Handel gibt es vielfältige Flächenwünsche in der Größenordnung von knapp 25 000 Quadratmetern. Allein 15 000 Quadratmeter will ein Interessent, der eine Reitschule und Pferdefreizeit realisieren will, ein anderer hat eine Anfrage wegen des Baus einer Diskothek gestartet und benötigt 5000 Quadratmeter Fläche.

„Find Out Games“ heißt einer Trend, der möglicherweise auch bald in Weil am Rhein Fuß fassen kann. Nervenkitzel ohne Ende verspricht dieser Spaß, bei dem Teilnehmer in eine virtuelle Welt eintauchen können und in Gruppen spannende Aufgaben lösen müssen. Krause hat sich eine solche Einrichtung angeschaut und sich darüber informiert. Konkret sei allerdings noch nichts.

Auch von drei Weiler Handwerkern, die erweitern und ihren Betrieb verlegen wollen, gibt es Anfragen. Jeweils ein Grundstück um die 2500 Quadratmeter suchen diese Firmen. Im interkommunalen Gewerbegebiet ist noch eine Fläche von rund einem Hektar frei. „Wir sind in Gesprächen mit den interessierten Betrieben“, sagt Krause.

 
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