Weil am Rhein Fuchsorden an Ferdinand Corsten

Weiler Zeitung, 28.02.2017 00:19 Uhr

Weil am Rhein (sif). Einen Nicht-Alemannen, der schon seit 1982 in Weil am Rhein lebt und sich hier ehrenamtlich stark engagiert, haben die Wiler Zipfel in diesem Jahr mit dem 24. Fuchsorden ausgezeichnet: Ferdinand Corsten. Der langjährige Vorsitzende des Kulturrings, meinte in seiner Dankadresse: „Ein preusischer Rheinländer ist ein rheinländischer Alemanne geworden.“

Altmeister Kurt Ruser hatte auf den Ordensträger einige Verse geschmiedet und sein Wirken gewürdigt: „Dä Maa bringts in die richtige Spur. Umsichtig und mit viil Gspür managt er Vereinskultur – das isch wichtig, zyt­raubend und für Gotteslohn. Wie gsait, er macht das guet un richtig." Auch sein Geschick als „Wahlkampfmanager“ für Armin Schuster und den OB stellte der Zunftmeister heraus. So Leute wie Corsten gebe es selten, die etwas mit Freude bewegten, Traditionen pflegten und immer auf dem Boden blieben, fügte Ruser lobend hinzu.

„Ich bin gerührt, dass ich als Preuße und Nicht-Alemanne diese Ehrung bekomme“, sagte Corsten und bezeichnete sich in seinem besinnlichen Vortrag selbst als gelungenes Beispiel für Inte­gration, nachdem er anhand seines Werdegangs seine verschiedenen Lebensstationen verdeutlicht und aufgezeigt hatte, wie er nach Weil kam.

Das Kölner Lied „Stammbaum“ von Bläck Fööss, das er mit musikalischer Begleitung durch Christian Olivieri zum Besten gab, wollte Corsten als Appell verstanden wissen. Alle Menschen, die hierher kommen, solle man ebenfalls gut aufnehmen und gemeinsam das Beste daraus machen.

 
          1