Weil am Rhein Hintergrund

Weiler Zeitung, 31.03.2017 22:05 Uhr

Wer auf der Suche nach seinen Wurzeln ist, der war beim Treffen der Herbstzeitlosen im Gewölbekeller des Alten Rathaus in Alt-Weil am richtigen Ort. Mit dem Ahnenforscher Karlheinz Hahn konnten sich die Gäste auf den Weg in die Vergangenheit machen.

Quellen für die persönliche Ahnenforschung:

Die Mormonen verfügen über einen außerordentlich reichhaltigen Ahnenfundus -

familysearch.org

Badische Standesbücher, Reg. Bez. Karlsruhe -

www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/struktur.php?bestand=12390

Badische Standesbücher, Reg. Bez. Freiburg -

www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/struktur.php?bestand=10028

Vereine:

Schweiz - Genealogisch-Heraldische Gesellschaft der Region Basel = GHGRB

Deutschland - Verein für Familien- und Wappenkunde in Württemberg und Baden

Elsass - Cercle genealogique d’Alsace = CGA

Viele Informationen sind auf den Seiten Genealogie bei google zu finden.

Weil am Rhein (sc). Wie gehe ich auf meiner Suche vor? Welche Quellen kann ich nutzen? Hahn gab einen Einblick in das Abenteuer Familienforschung. Von heute an zurück bis zum Jahr 1907 können Informationen in den standesamtlichen Büchern, nach Nachweis von berechtigtem Interesse oder Verwandtschaft, selbst gesucht werden. Zwischen 1810 und 1870 sind es vor allem die Kirchenbücher, die Auskunft über die Entwicklung der Familie geben. In den Tauf-, Ehe- und Sterbebüchern ist teilweise festgehalten, unter welchen Umständen ein Kind geboren, eine Ehe geschlossen oder ein Tod eingetreten ist. Zum Teil für einige Gemeinden bereits erstellte Ortssippenbücher geben ebenfalls Auskunft.

So sind in Weil am Rhein die Familien der Marx, Mehlin oder Röschard bis in das Jahr 1634 erwähnt. Interessant war auch zu hören, dass viele Markgräfler während des 30-jährigen Krieges in die Schweiz flüchteten, wo deren Familien bis heute leben. Der Sprachduktus, die Interpretation der Rechtsschreibung, das Lesen der alten Schriften oder die Formulierungen für Monatskürzungen, Tagesangaben beziehungsweise   Kirchensonn­-tagen, das alles seien Stolperfallen. Eine weitere Falle können Falscheinträge sein, beispielsweise, wenn Namen verwechselt wurden. Es gäbe Firmen, die anböten, die Forschung nach den Wurzeln gegen Entgelt durchzuführen. Hier sei Vorsicht geboten, sagte Hahn.

Denn, „wer hätte nicht gerne einen König oder Grafen zum Vorfahr“, nur allzu leicht werde dieser Wunsch erfüllt, was aber jeder Grundlage entbehre.

Nach dem interessanten Vortrag stand der Referent den vielen individuellen Fragen der Besucher zur Verfügung. Carolin Lefferts von den Herbstzeitlosen dankte für den Vortrag mit einem Präsent. „Ich hätte nicht gedacht, dass heute angesichts des schönen Wetters so viele Besucher kommen, freute sich die Organisatorin.