Weil am Rhein „mini“-Kinderchor kommt groß raus

Weiler Zeitung, 13.06.2016 23:20 Uhr

Mit einem erstmals eigenen Konzertprogramm ist dem Kinderchor „mini“ am Samstagnachmittag eine tolle Premiere gelungen.

Von Renate Wendt

Weil am Rhein. Der aus fünf- bis siebenjährigen Kindern bestehende Kinderchor wurde in Kooperation mit dem Weiler Gesangverein und der Städtischen Sing- und Musikschule vor vier Jahren gegründet.

Nachdem die Kinder bereits Konzerterfahrungen durch Auftritte mit Kinder- und Jugendchor des Gesangvereins sammeln konnten, präsentierten sich die jungen Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Karl Gehweiler nun vor großer Zuhörerkulisse im großen Saal des Alten Rathauses mit einem eigenem Liederprogramm.

Mehrstimmige Kanons, moderne Kinderlieder oder eine Siebenschläfergeschichte waren die Elemente des mit viel Beifall aufgenommenen Konzerts.

So erlebte das Publikum einen munteren, unbefangen fröhlichen Chor aus 24 singbegeisterten Kindern, die sichtlich Spaß an ihrem ersten großen Auftritt hatten. Die einzelnen, altersgerecht ausgewählten Kinderlieder waren auch so gewählt, dass sich die kleinen Sänger dazu bewegen oder rhythmisch dazu klatschen konnten. Die instrumentale Begleitung am Klavier sowie passende Sprech-Texte übernahm Chorleiter Karl Gehweiler.

Zunächst wurde dem Publikum mit „So la la“ vorgeführt, wie das Einsingen zur stimmlichen Vorbereitung funktioniert.

Danach bildete eine Siebenschläfer-Geschichte aus gesprochenem Text (Chorleiter) und den von den Kindern dargebotenen Liederfolgen den Auftakt des Konzerts.

Dabei erklangen unter anderem „Sieben kleine Siebenschläfer“, „Sieben kleine Monde“ oder „Wir sind Siebenschläfer“. Passend zu den gesprochenen Textpassagen des Chorleiters stellten die Kinder sich als Siebenschläfer dar, indem sie sich auf den Bühnenboden legten.

Nach einem lustigen Sprechstück folgte das bekannte Zungenbrecherlied „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“. Augenscheinlich großen Spaß hatten hier die Kinder, als das Publikum aufgefordert wurde, eine Strophe des Liedes zu singen.

Eine beachtliche Leistung für die fünf- bis siebenjährigen Sangeskünstler waren die im dreistimmigen Kanon vorgetragenen Lieder. Dazu gehörten etwa „Die dünne Spinne“ oder „Finster“.

Aus unterschiedlichen Tempi und Lautstärken setzte sich „Das kleine Reimlied“ zusammen, das zur Freude des Publikums am Ende des Konzerts auch die Zugabe bildete. Begeistert gesungen mit Vorsängern wurde aber auch „Sassa, die Vogelscheuche“ sowie das Lied vom „Kakadu“, der allzu gerne Gummibärchen verzehrt.

Langanhaltender Applaus des Publikums war denn auch der Lohn für die Kinder, die ihr erstes Konzert hervorragend meisterten. Folglich hatte sich das fleißige Proben gelohnt.